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79. Todestag des Gothaer Ehrenbürgers Josef Ritter von Gadolla

Gadolla-Denkmal vor dem Neuem Rathaus mit einem bunt bepflanzten  Blumenkübel daneben.Gadolla-Denkmal vor dem Neuem Rathaus mit einem bunt bepflanzten  Blumenkübel daneben.

Am 5. April 1945 wurde Josef Ritter von Gadolla dafür hingerichtet, dass er die Stadt Gotha am Ende des Zweiten Weltkrieges friedlich in die Hände der Alliierten übergeben wollte. Heute ist der 79. Todestag des Mannes, der durch seine Tat erfolgreich eine weitere Zerstörung der Stadt verhindert und damit vermutlich auch viele Menschenleben gerettet hat.

Der am 14. Januar 1897 in Graz geborene Gadolla war im Zweiten Weltkrieg Standortältester in Gotha. Zur Rettung der Stadt vor völliger Zerstörung durch Fortsetzung der Bombardierung und zur Bewahrung menschlichen Lebens, gab er den Befehl: "Truppen setzen sich in Linie Erfurt-Arnstadt ab. Gotha selbst wird nicht verteidigt.", wodurch Gotha Anfang April 1945 von weiteren Angriffen verschont blieb. Da die Lebensleistung Josef Ritter von Gadollas durch seine Verhaftung, ein Standgerichtsverfahren und seine Ermordung nicht zu Lebzeiten gewürdigt werden konnte, wurde ihm 2018 durch den Gothaer Stadtrat posthum die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Bereits im Jahr 2012 war Josef Ritter von Gadolla durch die Katholische Kirche ins "Martyrium der Menschheit" aufgenommen worden. Die Städte Graz und Gotha ehrten auf verschiedene Gothaer Initiativen hin den Grazer Bürger, der Gotha rettete, mit der Benennung von Straßen und Plätzen sowie der Aufstellung zweier identischer Denkmale des Thüringer Künstlers Thomas Lindner.