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14.07.2021, Rede der Beigeordneten zum Beschluss B 203/21 "Zweckvereinbarung E-Government Projekt Einführung Schulverwaltungssoftware"

Stadtratssitzung 14.07.2021

Sehr geehrter Oberbürgermeister und ehrenamtliche Beigeordnete,
sehr geehrter Stadtratsvorsitzender,
meine Damen und Herrn Stadträte, Mitarbeiter der Verwaltung und Geschäftsführer/innen der kommunalen Unternehmen,
sehr geehrte Gothaerinnen und Gothaer,


wenn Sie, sehr geehrte Stadträte, diesem Beschluss zustimmen, wird eine interkommunale Zusammenarbeit der Gebietskörperschaften Landkreis Nordhausen, Stadt Nordhausen, Stadt Weimar und Stadt Gotha begründet.

Diese Zusammenarbeit hat das Ziel, eine einheitliche Schulverwaltungssoftware, die möglichst vielen Anforderungen genügt, einzuführen und zu implementieren.

Diese Zusammenarbeit ist ein Modellprojekt in Thüringen vor dem Hintergrund der Förderung gemäß Thüringer E-Government-Richtlinie. Das gemeinsame Arbeiten der oben genannten Schulträger im Rahmen einer Zweckvereinbarung ermöglicht die Beantragung von Fördermitteln in Höhe von 50 bis zu 80%. Als zeitlicher Rahmen der Zusammenarbeit sind zwei Jahre vorgesehen. Im Vorfeld der Entscheidung über eine Zusammenarbeit wurden mit allen Schulen in Trägerschaft der Stadt Gotha (sieben Grundschulen, zwei Regelschulen und eine Gemeinschaftsschule) Gespräche geführt, um diese a) in den Entscheidungsprozess einzubeziehen und b) deren Bedarfe zu erfahren. Hier gab es eine große Bereitschaft der Mitwirkung und ein positives Votum für eine Vereinheitlichung und für die Anschaffung einer künftigen Software für viele schulische Fallkonstellationen.

Gegenwärtig gibt es in den zehn Schulen in Trägerschaft der Stadt Gotha unterschiedliche Software für die Schulverwaltung (Notenbuch, Digitales Schwarzes Brett, Vertretungsplan, Fehlzeitenverwaltung, Medienverwaltung).
Eine Vereinheitlichung ist geboten und bringt viele Vorteile, nicht nur bei der Administration durch die zwei in den Schulen und Kindergärten eingesetzten städtischen EDV-Mitarbeiter, sondern auch für die Schulsachbearbeiterinnen, die an mehreren Schulen eingesetzt sind und sich gegenseitig vertreten, aber auch für die Eltern, die unter Umständen Kinder in der Primar- und der Sekundarstufe haben sowie bei Schülerübertritten.

Was wollen die vier Schulträger im Rahmen ihrer Zusammenarbeit erreichen?
Die vier Schulträger erarbeiten eine Aufgabenstellung für ein Ingenieurbüro; auch diese Ingenieur-Leistung ist förderfähig. Ziel ist der Erwerb oder/und die Weiterentwicklung einer Software durch ein IT-Unternehmen, bei der die unterschiedlichen Aufgaben des schulischen Alltags abgebildet werden: zum Beispiel Stunden- und Vertretungspläne, die über das Internet beziehungsweise über die APP den Eltern und Schülern zur Verfügung gestellt werden. Wichtig ist auch, dass alle Vorgänge im Hinblick auf die Verwaltung von Klassen, Noten, Zeugnissen usw. auf einer sicheren Internet-Cloud laufen, gespeichert in einem deutschen Rechenzentrum. So haben künftig Schulleitungen und die Lehrkräfte auch von zu Hause aus einen sicheren, datenschutzkonformen Zugriff auf die eigenen Daten. Auch die Integration der Internetseiten der Schulen ist mit diesem System möglich.

Ziel ist die Stärkung der digitalen Kommunikation zwischen Schulleitung, Lehrern, Schülern, Eltern und Schulsekretariat.

Ich bitte um Zustimmung, dass der Oberbürgermeister die Zweckvereinbarung abschließen kann. Mit Abschluss dieser Zweckvereinbarung werden wir in die Lage versetzt, Fördermittel zu beantragen. Der kommunale Eigenanteil wird im Haushalt 2022 zur Verfügung gestellt.     

Vielen Dank.

Kontakt:

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