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06.12.2010, Laudatio zum 107. Geburtstag Johannes Heesters

Begegnung des Alters

Lieber Joopie Heesters,
als Ihr treuester Thüringer-Fan, will ich es wagen,
dem Kaiser Franz Joseph, im Kaisersaal etwas vorzutragen,
hier in Erfurt waren,
schon Napoleon und die Zaren-
alle sind sie nicht so lange geblieben
um mit Ihnen zu feiern die 107!

Meine Worte stehen in ganz persönlichem Licht,
sie sind geformt für Sie zu einem Gedicht,
Johannes Heesters ist für Millionen Fans immer Mensch geblieben,
ob mit 80, mit 90 oder heute mit einhundertsieben,
klar,
man verändert sich mit jedem Jahr,
im Charme der Ära um die hundert, da entfacht sich
ein anderes Fältchen, ein Wehwehchen, als so um die achtzig,
doch was ein Mensch mit über hundert Jahren leisten kann,
das zeigen Sie bewundernswert an,
da wären: Texte lernen, ganz diszipliniert proben,
das "Supertalent" könnte von Ihnen lernen, will es ganz nach oben,
denn Karriere zu machen, sagten Sie einst, das ist leicht,
doch oben zu bleiben, für viele unerreicht!

Mancher von meinen Zeitgenossen kann es gar nicht verstehen,
muss der Heesters denn immer noch auf der Bühne stehen,
er muss nicht, sage ich dann,
aber wenn er will und wenn er kann,
dann soll er es tun, soll hier vorne stehen,
auch mit 108, 109 oder mit einhundertzehn.

Ehrlich gesagt, mein Heesters-Jubiläum ist auch ein Rundes,
vor fast 40 Jahren sah ich Sie zum ersten Male im "Kessel Buntes",
eine Fernsehshow beliebt und bekannt,
damals im geteilten deutschen Vaterland,
wir saßen vor der Glotze, Mama, Papa und wir Kinder
sie trugen keinen Frack und keinen Zylinder
doch diese Ausstrahlung, die hat fasziniert,
hat damals den Fünfjährigen stark berührt.

Ich konnte nicht reisen, ich kam ja nicht raus
so brachte der Fernseher mir den Heesters ins Haus,
ob beim "Blauen Bock" mit Heinz Schenk, ich bewunderte Sie,
auch in "Peter Alexanders Show",  dieser großen Revue,
Joopie bei Anneliese Rothenberger, der war immer jung,
und alle fünf Jahre im ZDF eine Geburtstagssendung.
Obwohl ich Sie nie live im Theater sah an originalem Ort,
Sie waren für mich ein gesamtdeutscher Star, ein holländischer Export.

1990 - Deutschland reicht sich die Hände,
der Schrecken der Teilung hat ein Ende,
"Otto der Film" erobert die Kinokassen,
Joopi spielt mit, ich kann es gar nicht fassen,
der Rotwein, dieser himmlische Psalter,
entspricht wohl genau, seinem wahren Alter.

Es kommt 1993, das Jahr, in dem ich Sie bitte,
kommen Sie nach Gotha zu Ihrer ersten Thüringen-Visite,
Gotha ist geehrt und Knut holt sein Idol,
hier eröffnete das Kino einst mit Heesters Film "Rosen aus Tirol"
"Schenkt man sich Rosen aus Tirol,
weiß man was das bedeuten soll?.",
Ihre Rose, die hatten Sie damals schon,
Ihre Frau Simone,
mit der großen Ausstellung "Es kommt auf die Sekunde an."
würdigte Gotha ein Kunstwerk, einen außergewöhnlichen Mann.

In den nächsten Jahren
sind Sie oft nach Thüringen gefahren,
in Erfurt und in Weimar waren Sie der Gestalter
Konzerte und Präsentation der Ausstellung "Gesegnetes Alter"
noch einmal live waren wir zwei
im Rokokosaal in Wechmar mitten dabei
ein ganzer Ort bebte
unter dem Feuerwerk der Sprache, was es mit Heesters erlebte,
dass ich so eine große Klappe wie Thomas Gottschalk besitze,
war wohl dort einer Ihrer besten Witze.
Ihre Besuche in Thüringen, die machten Ihnen Spaß,
"wetten dass?"

Joopie Heesters ist nicht ein Star, den man bewundert,
er ist für mich ein Mensch, lebendig wie dieses Jahrhundert,
ein Mann, wie Papa mit Whiskey und Zigarette,
für Oma der Danilo, der Bettelstudent aus der Operette,
ein Verführer der Frauen, der weiß wie es geht,
ob im Musical "Gigi" oder in "Kiss me Kate",
und für die Kids, ganz klar,
vom Media-Markt der Werbestar!

Er ist wirklich ein Phänomen,
er darf im "Gesegneten Alter" noch auf der Bühne stehen,
obwohl er alles erreicht hat mit 107
ist er doch immer auch ein Kind geblieben,
denn in zwei Tagen bekommt dieses unerreichte Genie
ein Kind, ein neues Rehkind - den Bambi.


Lieber Joopi Heesters,
"Machen wir es den Schwalben nach", bauen wir uns ein Nest in den Bäumen,
auch in Zukunft wird so "Manche Frau nur von Ihnen träumen",
das "Karussell geht immer rund herum", es bleibt nicht stehen,
denn nur so wird man einhundertzehn,
"Wenn Lippen schweigen, flüstern Geigen", sagt Ihre Frau Ihnen leis ins Ohr
Joopie "So stell ich mir die Liebe vor"
Sie "Knüpften manche zarte Bande", und fragten zu allen Zeiten
"Ach Liebling sag, was wird nur aus uns beiden"
Sie sind bescheiden, machen um sich nicht viel aufhebens
Sie singen über "Die Kraft meines Lebens"
drum möge mein Glückwunsch von Herz zu Herzen gehen
Lieber Johannes Heesters - "Durch Sie wird diese Welt erst schön."!

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