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Pressemitteilung - Detailansicht

27.04.2010, Informationsbericht des Oberbürgermeisters zur Stadtratssitzung am 27.April 2010

-es gilt das Gesagte, was wir auch tun-

Sehr geehrte Stadtratsvorsitzende,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,
sehr geehrte Gothaerinnen und Gothaer,

im Wort Wirtschaft stecken die Begriffe "wir schaffen was" und diese Maxime war nicht nur zum Subbotnik am vergangenen Samstag für die Bürger der Stadt, die Vereine und Unternehmen Gothas, sondern auch für das "Team Gotha" in der Stadtverwaltung Motivation und Antrieb. Der Idee der Mitarbeiter folgend wurde der Subbotnik erstmals an einem arbeitsfreien Tag in der Freizeit abgehalten und es haben sich freiwillig knapp 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt - danke für diesen Einsatz.

Wirtschaftsmotor Gotha
Die Wirtschaft kommt langsam wieder in Fahrt und die Wirtschaftsförderung der Stadt ist kräftig an diesem Antrieb beteiligt, ob in der besseren Breitbandversorgung in Gotha-Süd, der Neugestaltung der Verkaufsbedingungen bisher nicht nutzbarer Gewerbeflächen, die Erarbeitung eines ?Newsletters? für Investoren im Internet, die Durchführung eines Gelehrten-Stammtisches mit den Arbeitgebern Gothas außerhalb der Wirtschaftsunternehmen wie den großen Dienstleistungsunternehmen, den Bildungs- und Kultureinrichtungen, die Vorbereitung einer Präsentation der Gewerbetreibenden am Standort "Fliegerhorst". Die potentielle Vermarktung der Gewerbestandorte, die Suche nach Investoren für die Innenstadtimmobilien und die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, um Arbeitskräfte für Gotha zu binden, sind weitere wichtige Standortfaktoren für Gotha. Die Gewerbesteuer ist und bleibt in der heutigen Form der kommunalen Finanzen, die wichtigste Säule der Daseinsfürsorge. Sie zu stärken, sie durch Mehransiedelungen zu erhöhen, muss auch weiterhin oberste Priorität in Gotha besitzen, wenn wir nicht wollen, dass freiwillige Leistungen, mit denen wir den Bürgern in ihrer Freizeit hübsche Annehmlichkeiten bescheren, dauerhaft für Gotha entfallen sollen.

Die Gewerbeanmeldungen im 1. Quartal sind höher als die Abmeldungen, auch das ist ein Zeichen junger wirtschaftlicher Belebung.

Wir bauen nicht sichtbar am Hersdorfplatz!

Kreuzungen/Straßen und Flussläufe sind Spiegelbilder unserer Entwicklung, wenn neue Kreisverkehre entstehen können, sind sie Darstellung dessen, dass in einer Stadt alles rund läuft. Für 2010 war mit zweijährigem Planungsvorlauf der Neubau am Hersdorfplatz zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs in Gotha geplant. Ein Breitbandkabel der Telekom und die Unbeweglichkeit, ich möchte betonen, die fehlende Bereitschaft dieses Unternehmens zur Zusammenarbeit, haben die Baumaßnahme im Jahr 2010 scheitern lassen. Die Stadt Gotha prüft rechtliche Schritte. Da wir die Baumaßnahme nicht durchführen können, hat dies Auswirkungen auf die nächsten Jahre, wo sich weitere Baumaßnahmen verzögern können. Wir bereiten jetzt eine neue Ausschreibung der Bauarbeiten vor, wollen in diesem Jahr den Auftrag vergeben und mit dem Frühling 2011 den Baubetrieb dort beginnen. 

Begehrenswertes Gotha
Der Statistische Jahresbericht 2009 bringt es an den Tag, die Zahl der Zuzüge nach Gotha übersteigt die Zahl der Wegzüge. Erstmalig seit Jahren haben wir wieder einen Zuzug in der Stadt zu verzeichnen, ein Pflänzchen, das wir pflegen müssen. Zuzug haben wir insbesondere in der Bevölkerungsgruppe 60 bis 65 Jahre, die aus dem Landkreis Gotha, wo sie vor zwanzig Jahren hingezogen ist, wieder in die Stadt zurückkommt. Diese Menschen, die noch über 30 Jahre Freizeit verfügen, brauchen wir in Gotha, um die Aufgaben der Zukunft zu schultern. Die Projekte ?Genial zentral? sind erste Ansätze, um Wohnraum in den begehrten Baulücken der Innenstadt zu schaffen. Es ist notwendig, dass wir zukünftig noch mehr Kraft darauf verwenden, diese Angebote auszubauen, um Menschen wieder in die Stadt zu holen. Dabei ist unser Sanierungsträger die Wohnstatt Thüringen genauso gefordert wie die Stadtentwicklung, die sich diesen Themen, auch der Veränderung der Lebenssituationen in Gotha Ost verstärkt annehmen wird. Der bevorstehende Thüringen-Tag, der tausende Menschen in unsere Stadt vor, während und nach den Festtagen ziehen wird, ist das beste Werbemittel, um Gotha als attraktive Wohn- und Lebensstadt erscheinen zu lassen. Die Trümmerfelder am Mohrenberg, in den Gassen der Altstadt und in den Einfahrtsstraßen Gothas müssen bis zu diesem Zeitpunkt verschwinden. Schrottimmobilien dürfen nicht mehr den Blick auf die Erfolge verstellen.

So sind auch 49 Händler auf den Gothaer Wochenmärkten ein Anzeichen für eine grüne Belebung der Innenstadt, auch wenn wir uns wünschen, dass es noch viel mehr, besonders auf dem Hauptmarkt sein könnten.

Blumige Ideen und eine blühende Stadt
Die Europakreuzung, der "Eintritt in die Residenz", ist nicht nur ein Verkehrsplatz in Gotha, sie ist seit wenigen Tagen eine Blumenwiese am Eingang in die Residenz, es ist eine Freude nach Gotha rein zu rollen, durch Blumenwiesen!

Im vergangenen Jahr wurde das Eckhaus in der Weimarer Straße 96 abgerissen. Seit der Wende stand es leer und war zuletzt einsturzgefährdet. In den kommenden Jahren soll auf der Fläche eine attraktive städtische Freianlage entstehen. Bis zur Bereitstellung der notwendigen finanziellen Haushaltsmittel wird die Fläche durch Interims-Gestaltungen, als zwischenzeitliche Lösung mit relativ geringen Mitteln gestaltet. Auf der Fläche wird quer, dem bereits durch die Nutzer gekennzeichneten Wegeverlauf, ein unbefestigter Gehweg, weich gemulcht angelegt. Die übrigen Flächen werden mit Sommerblumenmischungen eingesät, es werden zusätzlich Dalien, Cannas, Gräser und jede Menge Sonnenblumen gepflanzt. Das Eckgrundstück, welches als Stadteingangsfläche die Außendarstellung Gothas transportiert, soll sich in diesem Sommer in fröhlichen bunten Farben präsentieren.

Kletter- und Graffitiwände für den Spielplatz am Kinder- und Jugendtreff "Big Palais"
Mit finanzieller Unterstützung aus dem Konjunkturprogramm wurde die Planungsleistung für die Neugestaltung des nördlichen Grundstückbereiches am Kinder- und Jugendtreff "Big Palais" beauftragt. Auf dem Grundstück sollen Kletterwände, sogenannte Boulderwände und Kletterfelsen installiert werden. Die Kletterwände sollen gleichzeitig als Projektionsfläche für wechselnde Graffitiprojekte dienen. Die Kosten des Projektes betragen ca. 120.000 Euro. Das Projekt ist mit den Jugendlichen und Nutzern des KJT "Big Palais" abgestimmt und wird dringend benötigt und gewünscht. Die zukünftigen Nutzer werden auch weiterhin eng in die Planung einbezogen. Bis zum Jahresende sollen die Wände stehen.

Thüringen radelt - Gotha auch
Ende März begann die Baumaßnahme für den ländlichen Weg nach Remstädt, der auch mit dem Fahrrad befahrbar ist. Im Monat Mai kann dieser Weg eröffnet werden, dann ist der Nordkreis des Landkreises Gotha auch per Rad sehr gut erreichbar und die Stadt Gotha findet nahtlosen Anschluss an den Unstrut-Rad-Weg, der zu den führenden Radfernverbindungen Thüringens zählt. Im Mai werden wir den Radweg der Thüringer Städteperlenkette zwischen Töpfleben und Günthersleben ausschreiben, so dass im August 2010 mit den Bauarbeiten am bisher gefährlichsten Radweg nördlich der Alpen begonnen werden kann. Der neue entstehende Radweg wird wesentlich zur Verbesserung der Fahrsituation beitragen und Kindern die gefahrlose Reise ins Thüringer Burgenland wesentlich erleichtern. Das vom Stadtrat der Stadt Gotha beschlossene Radwegekonzept wird auf diese Weise konsequent fortgesetzt und im Jahre 2011 mit der Anbindung Töpflebens an den Kreisverkehrsplatz Luftschiffhafen eine weitere Aufwertung erfahren. 

Alle guten Dinge sind drei - Drei Straßen fertig
Die Schöne Allee, die Mozartstraße und die Siedelhofstraße sind für den Verkehr freigegeben. In der Mozartstraße läuft zur Zeit eine Erprobungsphase, um die Busverkehre zwischen Kunstmühlenweg und Mozartstraße neu zu regeln. Die Umleitungsstrecken in Siebleben, im Zuge des Ausbaues der B7 wurden im April repariert, ebenso in diesem Monat wird noch der Gehweg "An der Goth" fertig gestellt. Für die Umfahrung Gotha liegt dem Stadtrat heute die abschließende Stellungnahme für den Bereich zwischen Helios-Kreisel und Gotha-Boxberg vor. Umfangreiche Arbeiten der Stadtwerke Gotha und anderer Versorgungsunternehmen betreffen derzeit die Spohrstraße, die Reinhardsbrunner Straße, die Waltershäuser Straße, die Georg-Herwegh-Straße, die Ernststraße, die Cosmarstr. und die Schenkstr.

In Bürgerbeteiligungen wurden in der Gabelsberger Str. ein Richtungsverkehr eingeführt, der auch den Parkdruck mildert, die Damaschkestraße wurde durch Bürgerbeteiligung in eine 30-km-Zone umgewandelt. Damit hat die Stadtverwaltung, durch Hinweise von Bürgern, eigene Ermittlungen und in Zusammenarbeit mit Partnern, den Wünschen der Bürgerschaft entsprechen können. 

Aktive Feuerwehrarbeit in Gotha
Zum 20. Stadtfeuerwehrtag am 27.03.2010 wurde der Kamerad Horst Rolapp (FF Uelleben) durch die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren zum Stadtbrandinspektor gewählt. Sein Stellvertreter ist der Kamerad Walter Mahr  (FF Siebleben). Der Stadtbrandinspektor ist der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Gotha gegenüber dem OB und dem Leiter des Brandschutzamtes. Am 04.05.2010 findet von 15.00-18.00 Uhr auf dem Neumarkt der Florianstag unter Beteiligung des Kreisjugendringes und der Raiffeisenbank statt. Ziel ist es, neben der Arbeit der Feuerwehr, der Aufklärung der Bevölkerung im vorbeugenden Brandschutz auch für die Mitarbeit in den Freiwilligen Feuerwehren und der Jugendfeuerwehr Bürger und Kinder der Stadt Gotha zu werben, da dringender Bedarf an Mitgliedern in der Einsatzabteilung der Gothaer Freiwilligen Feuerwehren besteht.

20 Jahre Friedliche Revolution - 20 Jahre deutsche Einheit
Unser Programm im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe hat sich zu einem Erfolg entwickelt, in den wir immer mehr junge Mitbürger einbeziehen können. So fuhren 85 Schüler heute nach Schifflersgrund ins Grenzlandmuseum, andere Schüler informierten sich bei Dr. Enrico Brissa über die Mörder Gadollas und deren Rechtsverfolgung im geteilten Deutschland, Parteien und Wählergruppen erinnern mit Veranstaltungen an den Beginn demokratischer Kommunalpolitik. Dieser Stadtrat gedenkt auch in einer Festveranstaltung am 7. Mai 2010 in der Stadthalle Gotha. Es wird ein Konzert des Orchesters zu hören sein, um dessen Zukunft der Stadtrat mehr als einmal in den letzten zwei Jahrzehnten kämpfen musste - der Thüringen Philharmonie Gotha. Die Reyherschule Gotha hat sich an einem bundesweiten Wettbewerb "Du bist Du - Ich bin ich" beteiligt, sie dürfen ihr Projekt im Juni in Bremen einer bundesweiten Jury vorstellen. Im Rahmen des Projektes haben die Schüler Essen gefertigt für 40 Menschen der Gothaer Tafel. Sie haben das Essen kalkuliert, eingekauft, geplant und gekocht sowie selbst ausgeschenkt. Herzlichen Glückwunsch den Schülerinnen und Schüler, ihr seit würdige Nachfolger des großen Andreas Reyher.

Schülerspeisung in Gotha
Vielleicht ist es an dieser Stelle gut zu wissen, dass die Stadt Gotha für junge Menschen und in junge Menschen gern investiert. Ich weiß, Sie interessiert die Zahl, dass im ersten Halbjahr 2009/2010 genau 23.539 Schüleressen mehr abgegeben worden sind als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Stadt Gotha hat für dieses Essen 181.572 Euro investiert. Mit einem Zuschuss von 1,50 Euro, den wir in Zukunft nur schwer halten können, wenn die wirtschaftliche Lage der Stadt Gotha sich nicht deutlich verbessert. Wir haben heute Essenpreise für Kinder und Eltern in unseren Schulen zwischen 0,45 - bis 0,65 Euro, die unter dem Preis eines Mittagessens für Kinder in der DDR liegen und das bei heutigen Einkommen und der heutigen Teuerungsrate. Ein Essen kostete bis 1989 im Durchschnitt 0,55 Mark der DDR.

Der Freistaat Thüringen ist hier gefragt, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass das Kinder- und Schüleressen in den Kitas und den Schulen frei ist, um manchem Kind wenigstens fünfmal eine warme Mahlzeit an sieben Tagen der Woche zu gewähren.

Deutsch-Französisches Jahr 2010
Fünfzig Jahre Städtepartnerschaft zwischen Romilly sur Seine und Gotha bringen zum Gothardusfest eine offizielle Delegation unserer Partnerstadt, Radsportler und Feuerwehrleute nach Gotha wir freuen uns und rufen freudig ?Voila Gotha?. Besonders erfreut sind wir darüber, dass wir zum Myconiusempfang mit Prof. Tilo Schabert, dem gebürtigen Gothaer, einen Freund von Francois Mitterrand in Gotha haben und dass uns die Napoleontrommler kräftig aufspielen werden.

In der letzten Woche im Monat Mai werden die städtischen Freiflächen mit dem Sommerblumenflor geschmückt. Da die diesjährige Sommerblumenbepflanzung unter dem Motto des Städtepartnerschaftsjubiläums mit Romilly-sur-Seine steht, werden die rd. 8.000 Pflanzen in den Farben der Trikolore blau / weiß / rot erstrahlen. In der Gärtnerei Heyer in Aschara werden derzeit speziell für die Stadt Gotha duftige weiße, blaue und rote Blumen wie Ziertabak, Cosmeen und Duftnesseln, Salvien, Verbenen und Eisenkraut gezogen. In unzähligen kleinen Töpfen müssen die "Winzlinge" bis zum Pflanztermin in 4 Wochen zu stattlichen Pflanzen heranwachsen.

Im Rahmen der Städtepartnerschaft besucht erstmals der Bürgermeister unserer slowakischen Partnerstadt Martin, Herr Andre Hrnciar Gotha. Ich möchte mit ihm darüber sprechen, wie wir unsere Kontakte weiter intensivieren können.

Fundort Sundhäuser Tor
Vielleicht ist es gar nicht bekannt, dass Landgraf Friedrich II. von Thüringen am 30. November 1310, vor fast genau 700 Jahren in Gotha geboren worden ist. Er ist der Vater des Landgrafen Balthasar, jenes Regenten, der Gotha den Leinakanal schenkte, den wir am 23. April 2010 nach langen Baumaßnahmen wieder mit Wasser füllen durften. Im Winter wurden an drei Bauabschnitten 450.000 Euro investiert, um diese siebenhundert Jahre alte Baustelle wieder zum Laufen zu bringen.

Spektakulärer und wesentlich älter als der Leinakanal war in den letzten Tagen der Fund des Sundhäuser Tores bei den Baumaßnahmen in der Augustinerstraße. Die Bauhandwerker entdeckten und die Archäologen legten frei, wovon man nur träumen kann - als Historiker und fluchen darf - als Baumann. In zwei Metern Tiefe entdeckten die Archäologen das alte Tor aus dem Jahre 1209, das älteste Torgewände Thüringens. Dazu die alte Fahrspur und hölzerne Wasserleitungen.

In der Zeit der Thüringer Landgrafen erbaut, sind die Fundamente des Sundhäuser Tores heute der älteste Beleg eines Thüringer Stadttores und gut erhalten.

Ich lade sie herzlich ein zum Bürgertreff am Sundhäuser Tor im Anschluss an die Stadtratssitzung, wir wollen diesen archäologischen Fund bestaunen, der bisher einmalig ist in Thüringen, auch in der Qualität seiner Ausführung. Das Sundhäuser Tor ist das einzige noch vorhandene Tor der Gothaer Stadtbefestigung. Es liegt an den finanziellen Mitteln, die der Freistaat Thüringen bereitstellt, was mit dem Fund geschehen wird. Die Stadt Gotha kann in der angespannten Haushaltslage keine Mittel bereit stellen.

Sport in Gotha
In Gotha tut sich was für den Sport, kontinuierlich, nicht aktionistisch. In der dritten Maiwoche beginnen die Bauarbeiten zum Umbau des Törpe-Sportplatzes. Die Gesamtbaukosten einschließlich Planungsleistung betragen 700.000 Euro.

Geplant ist der Rückbau des Naturrasenplatzes und der Neubau eines Kunstrasengroßspielfeldes. Ebenfalls geplant ist der Rückbau der vorhandenen Laufbahn und Neubau einer Kurzstreckenlaufbahn 100 m in Kunststoffbauweise. Südlich der Sportanlagen ist die Errichtung von Besuchertraversen geplant. Der Bau wird mit vorhandenem Aushubmaterial realisiert. Auch der Eingangsbereich soll eine Aufwertung durch den Bau einer Mehrzweckfläche und von Stellplätzen sowie eine attraktive Bepflanzung erhalten. Ab September soll das Kunstrasenspielfeld in Betrieb genommen werden. Mitte Oktober sollen die gesamten Bauarbeiten in Form der letzten Pflanzarbeiten abgeschlossen sein.

Zur Diskussion um den Bau einer 3-Felder Sporthalle mit Besucherplätzen in der Residenzstadt Gotha, möchte ich heute zur Aufklärung beitragen, denn Vieles, was geschrieben stand, ist falsch:

Der Stadtrat der Stadt Gotha hat am 2. Juli 2003 mit Beschluss 725/03 die 3.Fortschreibung zum Sportstättenleitplan der Stadt Gotha beschlossen. In der Prioritätenliste mit Finanzierungsbedarf ist unter Punkt 13 der notwendigen Investitionen die Schaffung einer 3-Felder-Zuschauerturnhalle ausgeführt. Im Sportstättenleitplan des Landkreises Gotha fand diese Beschlusslage auf Seite 101 im Punkt 6.2.2 Maßnahmen, welche mittelfristig und langfristig bis 2015 realisiert werden sollen, eine Aufnahme. Damit sind für die Stadt Gotha im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten die Beschlussgrundlagen umfassend geschaffen worden. 

Im Jahre 2006, zu meinem Amtsantritt, lagen weder eine Planung, noch erste konzeptionelle Gedanken für ein solches Bauprojekt in Gotha vor. Wichtigstes Sportprojekt war und ist der Bau eines Sport- und Familienbades sowie dessen solide Finanzierung. Sie wissen, nach sechzehn Jahren konnte 2008 die Verwirklichung dieses Projektes beginnen.

Vor zwei Jahren sind zwei Sportvereine mit der Frage an die Stadt Gotha herangetreten, inwieweit die Möglichkeit bestehen könnte, die im Sportstättenleitplan verankerte Maßnahme zum Bau der Turnhalle zu verwirklichen. Nun war das Problem aktuell.

Wenn man die jährlichen Würdigungen des Haushaltes der Stadt Gotha liest, die seit dem 25. Januar 2006 die Unterschrift des heutigen Landrates tragen, dann wird dort jedes Jahr von neuem ausgeführt (Zitat) "Die Stadt Gotha wird, wie in der vergangenen Jahren wiederholt darauf hingewiesen, dass freiwillige Leistungen nur im Rahmen der finanziellen Verhältnisse der Stadt möglich sind und Pflichtaufgaben entsprechend vorrangig zu behandeln sind. Die Stadt ist gehalten im Bereich der freiwilligen Leistungen nach Einsparmöglichkeiten zu suchen und diese konsequent umzusetzen, die Minderung der Ausgaben für freiwillige Leistungen ist auf das Nötigste zu beschränken (25.1.2008). So stehen die Haushaltwürdigungen der letzten Jahre und die Wünsche im klaren Gegensatz. In Kenntnis dieser Tatsache, dass die Stadt Gotha in den nächsten Jahren nicht in der Lage sein wird, eigenständig eine erwartete Halle zu bauen, haben wir uns auf die Suche nach potentiellen Investoren begeben. Diese Gespräche haben begonnen, wir wissen aber auch, dass fünf Jahre von der Idee bis zur Verwirklichung eine kurze Zeit sind.

Schulturnhalle und 3-Felder-Sporthalle: Der Landkreis Gotha hat eine Schulturnhalle an der Gesamtschule gebaut und hat die Stadt Gotha gefragt, ob sie bereit ist die Mehrkosten ca. 3 Millionen Euro zu tragen, wenn die Halle zu einer bundesligatauglichen Halle umgebaut werden soll. Dieses Geld ist, und das wissen die Mitglieder des Stadtrates, das wissen die Genehmigungsbehörden des Haushalts, in den nächsten Jahren im Haushalt der Stadt Gotha nicht vorgesehen. Dazu kommt die Tatsache, dass an diesem Standort keine ausreichenden Parkplätze für 3.000 Besucher, etwa 800 Parkplätze, zur Verfügung stehen. Deshalb ist die Behauptung "es wäre für beide Seiten billiger gewesen" - falsch. Für die Seite des Landkreises ist die Behauptung richtig! Das weitere Projekt des Landkreises, der Bau einer Schulturnhalle an der Gewerblich-Technischen Berufsschule in der Kindleber Straße würde unter den gleichen Bedingungen durchgeführt werden - und ist so für die Stadt ebenfalls nicht finanzierbar, denn ein Überschuss von ca. 3 Millionen Euro ist im Haushalt nicht vorhanden. Auch der private Investor hat eine Beteiligung an einer Schulturnhalle abgelehnt, da diese Bauform nicht seinen Erwartungen entspricht.

Fazit:
Die Deutsche Volleyballliga hat dem Verein in Gotha mitgeteilt, "der VC Gotha wird aufgefordert, bis zum 1. 5. 2010 eine rechtsverbindliche Bestätigung der Stadt Gotha über den Neubau einer den Ordnungen der DVL entsprechenden Spielstätte vorzulegen". Erklärung dazu: In der Stadt Gotha und im Landkreis Gotha gibt es keine den Normen der Bundesliga entsprechende Halle. Diese Tatsache ist seit Jahren bekannt und hätte im Vorfeld beachtet werden müssen. Eine rechtsverbindliche Erklärung kann die Stadt Gotha in Kenntnis der Haushaltgenehmigung 2010 bis zum 1.5.2010 nicht abgeben.

Weiterhin ist darauf zu verweisen, dass die jährlichen Betriebskosten einer neuen Halle etwa 400.000 Euro betragen. Diese Kosten sind einzuspielen, denn die Stadt ist nur dem Breitensport, nicht dem Profisport in der Förderung verpflichtet. So hat auch hier schon die Arbeit begonnen, die Zukunft der Halle zu sichern.

Behauptungen des Präsidenten des VC Gotha, "Wir hätten schon längst weiter sein können" muss ich deshalb mit aller Entschiedenheit zurückweisen. Ich verweise auf die Kommunalaufsicht der Stadt Gotha, die uns erst kürzlich bestätigt hat, dass freiwillige Leistungen in Gotha nicht mehr durchgeführt werden sollen. Wer wirklich will, dass sich etwas bewegen soll, der trennt konsequent Ehrenamt und Beruf, kommt auf die Stadt Gotha zu und sucht, in Kenntnis aller Möglichkeiten der Stadt nach Lösungen.

100 Jahre Volkspark Gotha
Ab 1910 entstand zwischen der Kindleber Straße und dem jetzigen Hauptfriedhof ein Erholungsgebiet für die Gothaer Bevölkerung (einst Volkspark I, II und III) benannt. Das Gelände umfasste neben dem jetzigen Park, das Areal des heutigen Klaus-Törpe-Sportparks und des Volkspark-Stadions. Anlässlich des 100 jährigen Bestehens soll der Volkspark wieder zu "Leben" erweckt werden. Er soll zu einer attraktiven städtischen Freianlage mit hohem Erholungswert und der Bedeutung eines dendrologischen Gartens umgestaltet werden. Da die finanziellen Mittel der Stadt in diesem Jahr für eine voll umfassende Umgestaltung nicht zur Verfügung stehen, wird die Gestaltungsmaßnahmen anlässlich des Jubiläums mit kleinen Schritten begangen: Wege werden wieder hergerichtet, Laub und Unrat werden entfernt und es wird symbolisch für geplante Folgepflanzungen ein prächtiger Parkbaum gepflanzt.

Pflanzungen in der Klinge
Nach den forstwirtschaftlichen Maßnahmen auf dem Galberg und in der Klinge wird noch in diesem Frühjahr mit Neupflanzungen von Bäumen begonnen. Die gefällten Pappeln am Rondell werden durch 16 St. säulenförmige Ginkgobäume ersetzt. Diese sollen durch Ihre Wuchsform und ihr auffallend schönes Laub den Sitzplatz am Rondell besonders schmücken und betonen. Das Gleiche gilt für die drei Blütenkirschen die am Goldfischteich gepflanzt werden. Sie sorgen mit ihrer schönen und üppigen Blüte für besondere Zierde. Die Kosten für die Pflanzenlieferung, das fachgerechte Pflanzen und die anschließende Pflege einer Fachfirma des Garten- und Landschaftsbaus betragen ca. 20.000 Euro. Durch die Mitarbeiter des Gartenamtes wurden in der vergangenen Woche bereits 13 neue Apfelbäume, Sorte "Borsdorfer Apfel", auf der Streuobstwiese in der Klinge gepflanzt. Möglich wurde dies nur durch die freiwillige und unentgeltliche Unterstützung der Baumschule "POMONA". Die Baumschule hat das vom Gartenamt entnommene Erbgut fachgerecht veredelt und verschult.

Komm lieber Mai und mache, den Monat richtig voll
Doch bevor der Mai kommt, wird die Ahnengalerie der Wettiner am 30. April die Pforten in einen Kulturmonat aufstoßen. Die Stiftung Schloss Friedenstein hat in 20 Bilder investiert, die einst unter Herzog Ernst dem Frommen im Schloss Friedenstein hingen und jetzt wieder das Barocke Universum Gotha verdeutlichen.

Im Mai hat Gotha alles zu bieten, was das Herz begehrt. Nach dem dreitägigen Gothardusfest, treffen wir uns am 8. Mai im Kolumbarium, um der Opfer von Krieg und Gewalt am Tag der Befreiung zu gedenken. Am 11. Mai sind Professoren in Gotha zu Gast, die Gotha als Geburtsstadt kennen und in aller Welt zu Hause sind. Die Gothaer Kulturstiftung lädt vom 14. bis zum 16. Mai 2010 zum Stifterwochenende nach Gotha ein - mehr als 350 Personen aus ganz Deutschland zählen zu den Freunden der Stiftung. Am 15. Mai 2010 wird unter Schirmherrschaft von Prof. Dietrich Grönemeyer die Jahresausstellung der Stiftung Schloss Friedenstein "Anatomie - Gotha geht unter die Haut" ihre Pforten öffnen und wir wünschen ihr, dass sie wie ihre Vorgängerin 2009 die erfolgreichste Ausstellung Thüringens wird. Am 17. Mai 2010 wird unser großer Preis "Der Friedenstein" an den Diplomaten der Wende Botschafter Hermann Huber verliehen und wir freuen uns darüber, dass der ZDF-Korrespondent in Moskau, Roland Strumpf, ihm die Laudatio hält - ein anerkannter Journalist, der in Gotha geboren wurde.

Briefmarke für Gotha
Endlich ist es soweit - die Residenzstadt Gotha wird erstmalig seit der Wiedervereinigung Platz auf einer Briefmarke der deutschen Post finden. Der deutsche Schützenbund und die Stadt Gotha haben es gemeinsam geschafft, dass zum Jubiläum "150 Jahre Deutscher Schützenbund" eine Sonderbriefmarke erscheinen wird. Geplant ist, dass als Motiv die Stadthalle Gotha gezeigt wird. Nach dem Jahr 1975, als zum 100-jährigen Jubiläum des Gothaer Parteitages eine Briefmarke mit dem Tivoli erschien, handelt es sich erst um das zweite Briefmarkenmotiv Gothas seit dem Ende des II. Weltkrieges. 

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

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