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11.03.2009, Informationsbericht des Oberbürgermeisters zur Stadtratssitzung am 11. März 2009

- Es gilt das gesprochene Wort -  

"Lasst Worte sprechen, nicht leere Floskeln"

Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,
Herr Vorsitzender, meine Herren Ortsbürgermeister,
liebe Gothaerinnen, liebe Gothaer, 

den Informationsbericht wollte ich eigentlich immer mit guten Meldungen beginnen, doch leider, gelingt mir dies heute nicht. Seit dem 17. Februar 2009 ist die Arbeit der Stadtverwaltung Gotha, und zwar aller Bereiche insbesondere der Bau- und Schulverwaltung stark belastet. Äußerungen von Herrn Marco Eberl, seines Zeichens Referent der Evangelischen Landeskirche, den ich mit seinen Worten zitiere "Aber, wir sind optimistisch und angesichts der Schülerzahlen ist klar, dass die Stadt in naher Zukunft ohnehin ein Gebäude übrig hat" sind die Ursache für diese Belastungen. Die Äußerungen von Herrn Eberl haben die Bürger der Stadt Gotha in zwei Lager gespalten, auf dem Rücken der Schwächsten wollen sich nun Befürworter und Andersdenkende profilieren. Muss das sein?

In einem ersten Gespräch mit den Vertretern der Landeskirche am 01.04.2008 habe ich bereits damals deutlich gemacht, dass nur ein sensibler Umgang mit dem Thema der Errichtung einer neuen Schule zum Erfolg führen kann. Nun habe ich dieses Thema in den Wahlprogrammen der einen gelesen, der anderen nicht. Schade, dass meine Bitte so missachtet worden ist und damit Gothas Grundsatz "Friede ernähret - Unfriede verzehret" so verletzt worden ist. Wir werden uns in einer Anfrage der FWG-CDU heute noch konkret mit dem Thema befassen.

Mein klarer Ansatz: Es gibt zur Zeit keinen sachlichen und schon gar nicht einen fachlichen Grund den Schulentwicklungsplan der Stadt Gotha bis zum Jahre 2011 zu ändern. Die vier Regelschulen der Stadt haben Bestand, ihre Schülerzahlen steigen. Die Stadt Gotha hat jedoch keine Einwände gegen die Errichtung einer Schule in Trägerschaft der Kirche oder in freier Trägerschaft. Was nicht funktioniert ist eine Doppelbeschulung in unseren Schulen.

Die Schullandschaft Gothas wird sich in den nächsten Jahren verändern, das bedeutet, Schulplanung kann nur noch mit allen Schulträgern gemeinsam durchgeführt werden, Einzellösungen führen in die Isolation. Stadt und Landkreis Gotha werden sich ab 2012 zu einem einheitlichen Schulentwicklungsplan für Gotha, mit geöffneten Schulbezirken verständigen müssen, dabei ist die Rolle der neuen Form der integrierten Regelschule besonders zu betrachten, wie sie vom Thüringer Schulgesetz ab sofort vorgeschrieben wird. Landkreis und Stadt Gotha haben der Evangelischen Landeskirche drei Schulgebäude angeboten. Diese Gebäude wurden abgelehnt, weil Investitionen in überschaubarer Form notwendig sind. Diese Haltung kann ich nicht teilen, die Kirche kann investieren, sie hat es in der Grundschule Gotha bewiesen.

Gleichzeitig möchte ich Aussagen, die Stadt Gotha blockiert Entwicklungen der Evangelischen Kirche, strikt von uns weisen. Wenn dem so wäre, hätte dieser Stadtrat nicht sechsstellige Millionenbeträge für die Sanierung des Augustinerklosters und erstmalig auch Zuschüsse für Ehrenamtsprojekte und Kirchenmusik bewilligt. Nicht nach den Sternen greifen, wo doch die Arbeit vor uns liegt, so sollte die gemeinsame Handlungsweise sein.

Ich möchte mich nun den weiteren Themen zu wenden:

Barockes Universum Gotha
Mit dem gestrigen Tage ist der Stadt Gotha und ihren handelnden Personen wieder ein gewaltiger Befreiungsschlag gelungen. Die Regierung des Freistaates Thüringen hat sich entschieden, die eingeworbenen 10 Millionen Bundesmittel durch 9,6 Millionen Landesmittel zu kompensieren. Die Stadt Gotha trägt einen Betrag von 400.000 Euro. Die Gesamtmittel werden von 2010-2012 verwendet mit 14 Millionen Bund- und Landesmittel für das Perthes Forum Gotha, um die Einrichtung der Depots und Werkstätten der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und der Universitäts- und Forschungsbibliothek Gotha zu schaffen. Gleichzeitig wird mit den Mitteln der neue Standort des Thüringischen Staatsarchivs Gotha in der Justus-Perthes-Straße geschaffen. Weitere 5,5 Millionen Bundes- und Landesmittel sowie 400.000 Euro städtische Gelder werden in die Neukonzeption des Museums der Natur fließen, um dieses als neuen Standort auszubauen. Ich danke ausdrücklich an dieser Stelle den Mitarbeitern des Thüringer Kultusministeriums, die in zähem Ringen mit mir und der Verwaltung sowie der Stiftung dieses gute Ergebnis für Gotha verhandelt haben. Wir können somit 19,6 Millionen Euro Fremdmittel in Gotha investieren, wenn das kein Befreiungsschlag ist, weiß ich nicht, was es sonst sein könnte. Eine hervorragende Zusammenarbeit verbindet die Stiftung Schloss Friedenstein mit der Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten, aus diesem Grunde wurde am 24. Februar das Projekt "Kunstkammer Gotha" durch Dr. Paulus vorgestellt. Mit diesem funkelnden Mosaikstein wird Ende des Jahres 2009 der erste Baustein des Barocken Universums zum Glänzen kommen. Die Bauarbeiten für den behindertengerechten Eingang ins Schloss laufen auf Hochtouren.

In dieser Woche wird in Berlin die Internationale Tourismusbörse veranstaltet. Die Stadt Gotha präsentiert sich dort wieder gemeinsam mit der Stiftung Schloss Friedenstein, die u. a. für die Ausstellung "Gotha geht unter die Haut" in 2010 wirbt.

Konjunkturprogramm Gotha
Die Mittel des Konjunkturprogramms des Bundes sind bekannt, die Modalitäten sind immer noch in Klärung. Für die Kommunen ärgerlich ist der hohe Eigenanteil von 25 %, der dadurch zustande kommt, dass sich der Freistaat nicht an der Cofinanzierung beteiligt, weiterer Kritikpunkt ist die Besserstellung freier Träger in der Mittelvergabe, die ihre Eigenanteile zu 100 % vom Land finanziert bekommen.

Stadt Die Stadt Gotha erhält:

                                                     Gesamtsumme        Eigenmittel

 - für den Bereich der Bildung       1.534.583,00 Euro           383.646,00 Euro

- für den bereich Infrastruktur       1.288.213,00 Euro          322.053,00 Euro

- für den bereich der Schulen        1.060.929,00 Euro          265.232,00 Euro

insgesamt                                     3.883.725,00 Euro        971.000,00 Euro

Die Verwaltung erstellt eine Liste der Maßnahmen, entwirft einen Zeitplan zur Umsetzung der Mittel, legt diese Liste wahrscheinlich am 22.04.2009 in einer Sondersitzung dem Stadtrat zur Beschlussfassung vor, dann geht die Liste zum Landratsamt, dort wird die Zusätzlichkeit, die finanzielle Leistungsfähigkeit, die Sinnhaftigkeit und die Vereinbarkeit mit Artikel 104b des GG geprüft. Ist das alles erledigt, dann könnten die Mittel fließen und es kann eine Ausschreibung beginnen. 

Marode Bausubstanz in Gotha
Seit dem ersten Tage meines Amtsantrittes widme ich mich diesem Thema mit verstärktem Einsatz. Einige Erfolge in Gesprächen mit privaten Eigentümern konnten wir bereits verzeichnen, oft hat auch die Stadt selbst Besitz erworben oder im Falle des Landschaftshauses die BGG ins Boot geholt. Die Vorfälle in der Waltershäuser Straße und in Köln machen deutlich, dass die Zeit vorbei ist die Augen zu verschließen. Die Bauordnung hat die Eigentümer von Immobilien ermittelt, deren Bauzustand eine Ersatzvornahme bzw. einen Einsatz des Grundstückseigentümers fordert. Wir werden verstärkt gegen die Eigentümer vorgehen und auf Kosten der Eigentümer zum Mittel der Ersatzvornahme greifen. Ich habe für drei Objekte in Gotha diese Maßnahmen bereits entschieden und Aufträge zum Abbruch von Gebäuden erteilt. Leider werden die Fördermittel für Maßnahmen im Bereich des "MOHREN" zurzeit nicht ausgereicht, um dort eine Verbesserung des Stadtbildes zu schaffen. Als ich heute bei der Einweihung des "Ärztehauses am Mohren" war, war ich wieder einmal tief betroffen, dass ein Blick aus dem Fenster mich in die Tage der Bombardierung unserer Heimatstadt im 2. Weltkrieg zurück versetzte. Ich frage mich, wie kann ein Eigentümer sein Grundstück so verfallen lassen, wie kann er dem Nachbarn einen solchen Anblick zumuten, wie kann er ruhigen Gewissens irgendwo in der Welt leben und hier sein Eigentum verfallen lassen.

Ich muss aber auch sagen, dass es viele ältere Grundstückseigentümer gibt, die sich hilfesuchend an die Stadt wenden, weil sie mit der Belastung einer Immobilie einfach finanziell und auch körperlich-seelisch überlastet sind, aber auch keinen Käufer bzw. niemanden der das Haus geschenkt haben will finden. Hier sind wir in Gesprächen und suchen nach Lösungen. 

Wir nutzen auch das Mittel der Zwangsversteigerung, leider ist es uns beim siebten Versuch der Ersteigerung des Bauwerkes Friedrichstraße 14 wieder misslungen, doch wir bleiben dran.

Straßen in Gotha
Der Winter ist vorbei, so schnell wie er kam, so lange wie er blieb, hat er uns eine reiche Seen- und Lochlandschaft auf den Straßen beschert. Wenn Sie heute durch Gotha gehen und eine Straße ohne Loch finden, dann ist dies eine Straße, die grundhaft ausgebaut ist. Leider sind dies nur 40 km von etwa 250 km Straßenlängen in Gotha. Die jetzt zerbröselnden, sich selbst auflösenden oder selbst Streugut bildenden Straßen sind nur mit Behelfsdecken versehen, die sich bei solchen Witterungen auflösen.

Am stärksten belastet sind die Umleitungsstrecken in Siebleben, hier stehe ich im Wort. Diese Straßen werden von der Stadt Gotha und dem Straßenbauamt Mittelthüringen ordentlich und dauerhaft instand gesetzt, nach Abschluss der Großbaumaßnahme. Löcher flicken oder zupatschen wird es dort nicht mehr geben, die Straßen werden zur Freude der Anwohner ordentlich gemacht als Gegenleistung für die Repressalien, die diese Anwohner erdulden mussten während der Baumaßnahmen. Alle anderen Straßenreparaturen versuchen wir ebenfalls abzuarbeiten und zu beheben, die großen Bauprojekte laufen planmäßig.

Wasser- und Abwasserzweckverband Gotha- und Landkreisgemeinden
Sie wissen, im Dezember 2007 bin ich vom Amt des Verbandsvorsitzenden des Verbandes zurück getreten, weil ich Interessenkonflikte mit der Ausschreibung der Konzessionen vermeiden wollte. Damit hatte die Stadt Gotha ihren Vertreter im Werkausschuss des Verbandes verloren. Nun sind die Mitglieder des Verbandes an die Stadt Gotha herangetreten, und haben um aktive Mitarbeit gebeten. Am 26.02.2009 hat der Verband mich einstimmig zum stellvertretenden Verbandsvorsitzenden gewählt, so dass die Arbeit wieder gewährleistet ist und die Interessen der Stadt Gotha vertreten sind. In der Verbandsversammlung haben wir uns entschieden nun endlich den Verbraucherrat zu bilden. Die Mitglieder, so auch die Stadt Gotha, hat dazu ein Vorschlagsrecht. Das Vorschlagsrecht steht nur den Mitgliedern zu. Ich werde Ihnen für die Sitzung am 9. Mai Vorschläge unterbreiten. Die Stadt Gotha darf nach Proporz drei Vertreter benennen, kann jedoch auch mehr, insgesamt sind sieben Vertreter zu wählen. Ich biete den Bürgerinitiativen, dem Mieterbund und dem Verband der Haus- und Grundstückseigentümer an, mir einen Vertreter zu benennen, die wir als Vorschlag der Stadt Gotha in den Verbraucherbeirat entsenden. 

Richtigstellung:
Am 27.01.2009 veröffentlichte die ARD-Sendung "Plusminus" einen Beitrag über die Brauerei Gotha zum Wasserpreis in Gotha. Ich möchte zur Richtigstellung sagen, dass der Geschäftsführer der Brauerei Gotha keinerlei Behauptungen über Preise in Gotha aufgestellt hat, seine Äußerungen zu einer Brauerei in Mecklenburg-Vorpommern wurden zusammen geschnitten und so dargestellt, als ob es sich um Gotha handelte. Im journalistischen Teil der Sendung wurde dargestellt, dass Brauereien in Deutschland rund 1,00Euro/qm Wasser zahlen, die Brauerei Gotha aber bei den Stadtwerken 2,35 Euro bezahlen müsste und somit 750.000 Euro zuviel zahlt. Richtig ist, dass die Brauerei Gotha ca. 570.000 qm Wasser verbraucht und dafür durch Vereinbarung einen Durchschnittspreis von 1,09 Euro zahlt. Die Geschäftsführung der Brauerei Gotha hat sich bereits von dem Falschbericht distanziert und mit dem Verband Einvernehmen hergestellt.

Bauen in Gotha
Während der Sanierungsarbeiten an der Wartehalle des Friedhofes wurde der Befall des Objektes vom echtem Hausschwamm festgestellt, es wurden sofort Schwammsanierungsmaßnahmen zur Bekämpfung der ansteckenden Baukrankheit eingeleitet.

Das Gustav-Freytag-Gartenhaus wird im Mai 2009 übergeben, dem Verein danke ich an dieser Stelle für sein außergewöhnliches Engagement. Mit dem Frühjahr beginnen alle weiteren Arbeiten.

Stadt-Bad Gotha
Der Fördermittelantrag ist fristgerecht im Landratsamt Gotha abgegeben worden, von dort wird er vor dem 16. März im Ministerium eingehen, so dass wir alle unsere Hausaufgaben erfüllt haben.

Kinderfreundliches Gotha
Kind zu sein in Gotha ist schön, wenn der Stadtrat soviel Fürsorge für die Jüngsten zulässt. So sind die Bauarbeiten in der Reyherschule abgeschlossen, der Schulhof wird im Frühjahr fertig, am Högernweg sind für den Schulumbau die Fördermittel bewilligt und am 01.07.2009 beginnen die Umbauarbeiten, die zu einer einjährigen Verlagerung des Schulbetriebes in die Gotthardschule führen werden. Die Kita in der Schlüterstraße hat einen neuen Eingangsbereich, Heizung, Dach und Fassade werden folgen. Die Kita Pusteblume hat einen zweiten Rettungsweg, Planungen für Dach und Fassade laufen, im Teeschlösschen wird ein neuer Sanitärtrakt eingeweiht werden.

Geht es um Kinder wird in Gotha nicht nur gebaut: Im März kommen 40 Kindergärtnerinnen aus Kielce zur Schulung nach Gotha, Kinder und Senioren haben mit dem "Tag der längst vergessenen Spiele" eine  wunderschöne Begegnung verbracht, der Tag der Jugendkulturen war geprägt von Gästen aus Berlin, die Grundschüler der Löfflerschule sind in Kürze zum Austausch in England mit weiteren Kindern aus Ungarn und Spanien.

Am Pfingstmontag ist nicht nur Deutscher Mühlentag sondern auch Gothas Spielplatztag, an diesem Tage werden wir den neuen Erlebnisspielplatz einweihen.

Hunde in Gotha
In der Stadt Gotha leben 2.501 vierbeinige Steuerzahler, die Dunkelziffer ist in den letzten Jahren durch die gute Ermittlungstätigkeit des Amtes 30 enorm geschwunden, trotzdem machen uns nach der Schneeschmelze die Tellerminen der Vierbeiner Sorgen. Mein Appell geht noch einmal an alle Hundebesitzer, eine Hundetoilette befreit sie nicht von der Pflicht ihrem Hund einen stillen Ort zu bieten, wo sie sein Produkt aufheben und später entsorgen können. Denken sie bitte an Kinder, wer will von Händen gestreichelt werden, die gerade in einen Haufen gefallen sind. Im Falle der Hunde von Sundhausen und des bedauerlichen Zwischenfalls des Angriffs auf Menschen teile ich mit, dass der Widerspruch der Eigentümer zur Zeit beim Landratsamt bearbeitet wird.

Wir möchten gleichzeitig noch einmal darum bitten, dass alle Hauseigentümer ihrer Streupflicht nachkommen, auch beim Nachbarn oder auf öffentlichen Flächen einmal mitkehren, die Stadtwirtschaft oder das Gartenamt können nicht im Zyklus einer Schneeschmelze alles schaffen. Auch dort wo noch Krümel des Kreiskarnevalsumzuges liegen, ist nachbarschaftliche Hilfe gern gesehen.

Ich möchte deshalb auch ankündigen, dass am 22. April 2009 wieder der traditionelle Subbotnik stattfindet, zu dem alle Bürger, Unternehmen, Vereine Verbände, auch Stadtratsgruppierungen aufgerufen sind, in der ganzen Woche vom 20.04.-25.04.2009 ihren Beitrag für ein blühendes Gotha zu leisten. Gotha blüht, wenn auch beim Nachbarn der Dreck weg ist.

Blumiges und grünes Gotha
Mit dem Frühjahr kommen die berüchtigten Gefühle aber endlich auch wieder die Farben ins Stadtbild. Unser Gartenamt steht voll auf bunt und deshalb sind wir zur Zeit dabei, die Stadt in Farben zu tauchen. Wir pflanzen ab Ende März in der ganzen Stadt alle Beete und 44 Blumenkübel, dabei finden 12.700 Stiefmütterchen, 3.800 Vergissmeinnicht, 2.000 Primeln und 1.000 Tausendschön einen neuen Standort. Die Sommerbepflanzung in den Stadtfarben wird erstmals auch von Sponsoren gefördert, wofür wir herzlich danken.

Bürgerfreundliches Gotha
Das Bürgerbüro der Stadt Gotha im neuen Rathaus hat einen regen Zuspruch, mehr als fünfhundert Bürger kommen täglich, um Angebote der Stadtverwaltung zu nutzen, wir sagen danke für 1133,22 Euro, die Bürger der Stadt im Bürgerbüro für das Kinderhospiz Mitteldeutschland spendeten. Die Ausstellungen im Haus sind fast so erfolgreich, wie die große Spinnenausstellung im Museum der Natur, die 6.000 Besucher in ihren Bann zog.

Sicherlich haben sie alle in den Medien verfolgt, dass nach über 20 Jahren bedeutende Cranachwerke, die einst in deutschen Museen gestohlen wurden in den Niederlanden wieder aufgetaucht sind. Das macht uns Mut, dass auch die Chance besteht, die 1979 gestohlenen Gothaer Gemälde wieder zu finden. Unsere Aufrufe in den Medien zeigen unwahrscheinliche Wirkungen und ich bin sicher, dass sich hier bis Ende des Jahres noch Einiges tun wird.

Für den Sommer 2009 haben wir mit dem MDR-Fernsehen eine mehrtägige Liveberichterstattung an Land ziehen können. Der MDR wird eine Woche lang vom Hauptmarkt in Gotha senden bei "Hier ab vier" und somit den Bürgern und Vereinen eine großartige Plattform bieten und Touristen nach Gotha locken.

Wirtschaftliches in Gotha
Die wirtschaftliche Situation in Deutschland stimmt uns alle nicht freudig, aber, ich bitte auch darum, dass wir nicht alle in Pessimismus verfallen. Wer schreit, es wäre wie 1929, den fragen sie bitte zuerst, wie alt er ist und ob er wirklich damals dabei war. Es wird viel geschimpft auf Unternehmer, auf Banken. Ich will heute für alle die sprechen, die nicht so sind, wie sich Einige das einreden lassen. Die Mehrheit der Unternehmerinnen und Unternehmer ist ehrlich, ist tüchtig und arbeitsam. Sie tragen Verantwortung für Mitarbeiter und Familien. In unserer heutigen Sitzung beschließen wir drei Wirtschaftsansiedelungen in Gotha-Süd, wir wollen den Weg frei machen in Gotha-Ost, wo die Unternehmen schriftlich daran festhalten, nach 2012 dort zu investieren. Acht Gothaer Firmen haben Erweiterungsbauten per Bauantrag eingereicht. Es gibt also Hoffnungen. Ich weiß aber auch, dass Hunderte ihre Arbeitsstelle verloren haben und gerade deshalb wollen wir das "Konjunkturprogramm Gotha" schnell auf den Weg bringen, denn hier profitieren kleine Handwerksbetriebe. Wir wollen mit bestätigtem Haushalt unsere Bau- und Investitionsmaßnahmen einleiten und es ist wichtig, dass wir ab 2010, wenn die Krise auch noch laufen wird, 20 Millionen Euro investieren können, eine bisher nie dagewesene Größenordnung zur Investition in die Zukunft unserer Stadt. Ich baue deshalb auf Engagement für Gotha. 

Gegenwärtig werden die Jahresabschlüsse der WiBeGo - Wirtschaftsbeteiligungen Gotha GmbH und der Tochterunternehmen erstellt. Ab dem Geschäftsjahr 2008 wird für die Erstellung der Jahresabschlüsse eine von der WiBeGo - Holding vorgegebene einheitliche Bilanzierungsrichtlinie zugrunde gelegt. Die Prüfung des Jahresabschlusses der WiBeGo - Wirtschaftsbeteiligungen Gotha GmbH wird durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG Anfang bis Mitte Mai 2009 erfolgen. Die Konzernabschlussprüfung ist für Mitte Mai bis Anfang Juni vorgesehen.  

Anfang des Jahres wurden Rückbaumaßnahmen zur Abwendung von Gefahren auf dem Betriebsgelände der Bestattungsinstitut Gotha GmbH vorgenommen. Mit der Frühjahrsbepflanzung der Pflegegräber wurde turnusgemäß im März begonnen. Diese wird zu Ostern abgeschlossen sein, wenn die Witterung dies zulässt. Der Einäscherungsbetrieb erfolgt nach der umfangreichen Reparatur des Krematoriums wieder planmäßig.

Die Fernwärmestadtwerke Gotha GmbH erarbeitet zurzeit den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008. Die Prüfung des Abschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist für Mitte bis Ende März vorgesehen. Die angestiegenen Gaspreise haben einen erheblichen Einfluss auf die Rentabilität der Fernwärmestadtwerke Gotha GmbH. In den nächsten Wochen sind Verhandlungen zur Optimierung der Gasbezugspreise und der Stromeinspeisevergütungen vorgesehen. Begleitend werden gemeinsam mit einem Ingenieurbüro auch Neuinvestitionen in effizientere Erzeugereinheiten betrachtet. Hierbei besteht das Ziel in einer geringeren Gaseinsatzmenge im Verhältnis zur absetzbaren Fernwärme bzw. zum verkauften Strom.

Die Auswertungen der Thermographieaktion aus dem letzten Quartal des Geschäftsjahres 2008 wurden an die Kunden der Stadtwerke Gotha GmbH versandt. Die Reaktionen darauf sind durchaus positiv. Es wurden zahlreiche neue Kundenanfragen für die Wiederholungsaktion an die Stadtwerke Gotha GmbH herangetragen. Eine Kundenrückgewinnungsaktion (Strom) für Haushaltskunden wurde gestartet. Diese zeigt ebenfalls erste Erfolge in Form von erneuten Stromvertragsabschlüssen mit ehemaligen Kunden. Grund hierfür ist, dass die Stadtwerke Gotha GmbH den Vergleich mit anderen Anbietern nicht scheuen muss und in besagten Fällen deutlich unter den Preisangeboten anderer deutschlandweit agierender Stromanbieter liegt. Zwischenzeitlich gelang es der Stadtwerke Gotha GmbH, große Stromabnehmer der Stadt Gotha für die Stromlieferung der Jahre 2010, 2011 und 2012 zu binden. Es werden auch immer mehr Kunden außerhalb von Gotha hinzugewonnen, die in Zukunft ihr Gas von der Stadtwerke Gotha GmbH beziehen werden. 

Durch das Sachgebiet Tourismus der WiBeGo - Service GmbH erfolgen derzeit Vorbereitungen für das Frühlingsfest der Thüringenvertretung bei der EU in Brüssel, das Sommerfest der Thüringenvertretung beim Bund in Berlin sowie für die Reisemesse Travel 09 der Thüringer Tourismus GmbH. In der Gothaer Stadthalle fanden in den Monaten November 2008 bis Januar 2009 16 Veranstaltungen mit 6.657 Besuchern und im Kulturhaus 35 Veranstaltungen mit 12.600 Besuchern statt. Die Terminplanung der Veranstalter und Agenturen für die Spielzeit 2009/2010 führte zu einem erheblichen Aufwand, da zu den Vorgesprächen meist Ortstermine in der Stadthalle und im Kulturhaus wahrzunehmen waren. Durch die neue Internetseite wird die Aufmerksamkeit vieler neuer Interessenten erreicht. Der Tagungs- / Messebereich entwickelt sich jedoch bisher nur langsam. Die Vorbereitung des Gothardusfestes und des Ekhof-Festivals werden planmäßig fortgesetzt. Mit der Planung der Kulturnacht 2009 wurde im Januar begonnen. Der Kartenvorverkauf für das Ekhof-Festival 2009 begann am 01.12.2008. Bisher sind  bereits 55 % der Karten verkauft. Seit Dezember wird an der Wiederaufnahme der Reihe der Gothaer Gespräche gearbeitet. Eine Veranstaltung mit ca. 130 Besuchern fand dazu im Januar bereits statt. Auf die Ausschreibung des "Gothaer Liebespaares" hat sich ein Paar gemeldet und es fanden erste Gespräche statt. In diesem Zusammenhang gab es erste Kontakte zu einer Fernsehproduktion des MDR im Rahmen der ARD-Reihe "Bilderbuch Deutschland".

Im Gothaer Tierpark wurden zum 31.12. 2008  83.406 Besucher gezählt. In dieser Zahl enthalten sind 1.093 von der Stadt Gotha für Schüler ausgegebene Freikarten. Die Besucherzahlen stellen das bisher beste Ergebnis in der Geschichte des Tierparks Gotha dar und bestätigen den anhaltenden positiven Trend.

Im Dezember wurde mit dem Umbau der Anlage für die Zwergkaimane begonnen. Die Haltung dieser Tiere war seit Jahren Kritikpunkt der zuständigen Naturschutzbehörden. Auch für die Krokodile wurde eine bessere Unterbringungsmöglichkeit gefunden. Für die Erdmännchen wurde eine neue Innen- und Außenanlage an das schon bestehende Pavianhaus angebaut, sodass die Besucher die Tiere auch im Winter beobachten können. 

Am 12.03.2009 findet die erste Aufsichtsratssitzung der Baugesellschaft Gotha mbH statt. Neben den allgemeinen Informationen der Geschäftsführung soll über weitere Bestandsveränderungen beraten werden. Des Weiteren wird der derzeitige Arbeitsstand des Projektes Siebleber Straße 26 den Aufsichtsräten vorgestellt. Zum Ostermarkt am 04.04.2009 öffnet das Stadtbüro der Baugesellschaft Gotha mbH in der Zeit von 10:00 Uhr - 17:00 Uhr. Dabei wird die Aktion "Frühlingswochen bei der Baugesellschaft" vorgestellt. An diesem Tag wird für die Kinder ein interessantes Beschäftigungsprogramm angeboten. Eine interne Statistik ergab, dass die Baugesellschaft Gotha mbH seit dem 01.01.2005 insgesamt 553 ALG II - Empfänger mit Wohnraum versorgt hat. Derzeit liegen noch 170 Anträge vor. Diesen Antragstellern können momentan keine Angebote unterbreitet werden, da die Baugesellschaft Gotha mbH die nachgefragten, in der Regel kleinen Wohnungen, nicht im nötigen Umfang zur Verfügung hat. Für die im Wirtschaftplan 2009 geplanten Maßnahmen werden derzeit die Bestandsaufnahmen durchgeführt sowie die Planungsvorbereitungen getroffen. Zum Beispiel liegen für die Komplexsanierung des innerstädtischen Gebäudes Blumenbachstraße 1-3 die Entwürfe genehmigungsreif vor. Noch im ersten Quartal 2009 wird der Bauantrag bei der Baubehörde eingereicht. In den Wohngebäuden Am Schafrasen 2-8 und 10-16 sowie An der Goth 2-8, 10-16, 9-15 und17-23 werden im Rahmen der Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude die Einrohrheizungen auf Zweirohrheizungen umgestellt. Zur Verbesserung der Wohnqualität werden zudem Am Schafrasen 10 Balkone angebaut. Die für die Bestandsaufnahme erforderlichen Wohnungsbegehungen fanden bereits im Februar statt.

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