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Pressemitteilung - Detailansicht

19.12.2008, Informationsbericht des OB zur Stadtratssitzung am 17.12.2008

- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,
Herr Vorsitzender, meine Herren Ortsbürgermeister,
liebe Gothaerinnen, liebe Gothaer,

das Jahr 2008 neigt sich dem Ende und manchmal wünschte ich mir, wir wären schon ein ganzes Jahr weiter, viel Trubel bliebe uns erspart und wir wüssten, wie Deutschland die wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven setzt. Ich gestatte mir Ihnen wieder umfassend, alle die Stadt sowie ihre Bürger aus Sicht der Stadtverwaltung betreffenden Probleme und Aufgaben klar darzulegen, damit aus meinen Ausführungen Perspektiven für die Stadt entwickelt bzw. angestoßen werden können.

Die Residenzstadt Gotha ist der zweitstärkste Industriewirtschaftsstandort in Thüringen, einer der wenigen Wachstumskerne des Freistaates, wo ohne Ansiedlung neuer Technologien ein beispielgebendes Wachstum erreicht worden ist. Dazu tragen bei die zentrale Lage Gothas, das gute Management der Beteiligten, wobei die Stadtverwaltung die treibende Kraft jeder Entwicklung ist und das hervorragende Potential an Fachkräften. Deshalb geht meine Bitte an die Unternehmerschaft, an die Bundesagentur für Arbeit, an die ARGE: Ergreifen Sie Maßnahmen um Arbeitskräfte im Land zu halten. Gehen jetzt durch eine schwierige wirtschaftliche Situation wieder junge Fachleute verloren, dann kommt es wirklich zu dem prognostizierten Aussterben junger Menschen in Thüringen. Deshalb: Sichern von Arbeitsplätzen, mit allen Möglichkeiten, das ist die Hauptaufgabe für uns alle im Jahr 2009, auch die Beschlüsse dieses Hauses, werden dieser Tatsache Rechnung tragen müssen.

20 Millionen für Gotha - Paukenschlag für das "Barocke Universum Gotha"

Eine lange und beharrliche Arbeit hat sich gelohnt. Sie erinnern sich: Im Herbst 2007 hatte ich eine Termin beim Kulturstaatsminister Neumann, es folgte ein Termin bei Bundesbauminister Tiefensee, beide Male war die Gothaer Bundestagsabgeordnete Petra Hess unsere Vermittlerin in Berlin, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Es folgten Besuche beider Minister in diesem Jahr in Gotha. Dabei ging es darum sie dafür zu sensibilisieren, dass hier kein Schloss, sondern eine Universität zu finden ist. Die Einsicht war da, beide waren begeistert, von dem was sie vorfanden und bisher nicht wussten.

Im Dezember 2007 folgte der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider einer Einladung nach Gotha und ein Jahr später gelang es den BUND zu überzeugen, dass er erstmals in der Geschichte der BRD eine Summe von 10 Millionen Euro für die Sanierung Gothas bereit stellen wird. Klare Aussage: Die Stadt Gotha hat hierbei die führende Rolle der Organisation des Geldes übernommen, was eigentlich der Freistaat hätte tun müssen. Klar ist auch: Bundesmittel sind ausschließlich mit Landesmitteln zu ergänzen. Der Thüringer Kultusminister hat sich deshalb sofort bereit erklärt "Wir werden diese Bundesmittel für Gotha voll in Anspruch nehmen und unsere Mittel geben".

Die Mittel des Bundes sind festgelegt auf die Herrichtung des Perthes-Forum Gotha als Depot und Werkstätten der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha sowie der Universitäts- und Forschungsbibliothek Gotha. Gleichzeitig wird das Haus der neue Standort des Thüringischen Staatsarchivs in Gotha. Ein weiterer Teil des Hauses ist für den Umbau des heutigen Museums der Natur für Herzogliches Museum, als Ausstellungsort für die weltweit einzigartigen Gothaer Kunstschätze vorgesehen.

Wir wollen die Summe so investieren, dass der Bürger sieht und spürt, wie es mit Gotha und unseren Kunstschätzen voran geht, so meine Devise, denn wir wissen alle, wäre die Tourismuswirtschaft in Gotha bereits so flott wie die verarbeitende Industrie, würden die Auswirkungen der Finanzkrise fast an Gotha vorüber ziehen. Hier stehen wir als Stadtrat in direkter Verantwortung den Tourismus voran zu bringen.

Welche Bedeutung diese erstmalig herbei geführte Anerkennung der Stadt Gotha auf Bundesebene durch diese Mittelzuweisung hat, werden erst Generationen nach uns erkennen, darüber bin ich mir sicher und sie dürfen es mir nicht übelnehmen, dieser "Tag der Millionen", gerade in einer Zeit schwersten Wirtschaftskrisen, war für mich ein herausragender Tag in zwei Jahren Arbeit für Gotha. Besonders gefreut habe ich mich deshalb über einen Brief, den ich erhielt und Ihnen zur Kenntnis geben möchte:

Sehr geehrter Herr Kreuch,
gerade lese ich die Meldung von den Haushaltsverhandlungen des Bundes und freue mich mit Ihnen über die Aussicht, dass Schloss Friedenstein jetzt substantiell vorankommen kann. Damit werden Ihre engagierten Bemühungen für das Projekt belohnt - herzlichen Glückwunsch! Hoffen wir nun, dass das Land mitzieht. Der 20. November 2008 könnte ein Freudentag für ganz Thueringen werden.

Mit freundlichen Gruessen
Ihr Knoche
Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Das Miteinander der beiden Residenzen Gotha und Weimar, das Spiel zwischen Kosmos und Universum, ist die einzige wahre Chance den Tourismus in Thüringen sprunghaft nach vorn zu bringen, wir haben dies erkannt.

Beschluss des Stadtrates Nr. 680/2003 vom 26.02.2003
Am 26. Februar 2003 hat die Stadt Gotha umfangreiche Liegenschaften an die Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten übertragen. Im nachhinein wurde dieser weit reichende und zukunftsweisende Beschluss allein darauf reduziert, ob die Parkallee ein Parkweg wird und für den Verkehr zu sperren ist. Im Auftrage des Stadtrates habe ich am 27.November mit dem Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten Herrn Dr. Paulus ein Gespräch geführt. In dem Gespräch waren sich beide Seiten einig, dass der bestehende Vertrag in vollem Umfange, ohne zeitliche Begrenzung erfüllt werden soll, das heißt, das Museum wird zu späterem Zeitpunkt übergeben, wann der Zeitpunkt ist, bestimmt der Stadtrat. Wir werden deshalb auf notariellem Wege die zeitliche Befristung im Einvernehmen aus dem Vertrage nehmen.

Was bedeutet diese Einigung für die Entwicklung des "Barocken Universum Gotha":

1.       Stadt Gotha, Stiftung Schloss Friedenstein und Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten entwickeln gemeinsam das "Barocke Universum Gotha".

2.       Mit Hilfe der Förderung des Bundes wird im ersten Schritt das Depot im Perthes-Forum Gotha errichtet, es folgt als zweiter Schritt die Neukonzeption der naturwissenschaftlichen Sammlungen im Schloss Friedenstein. Danach wird das Herzogliche Museum als europäische Kunstkammer von Rang eingerichtet. Das neue Haus in Gotha soll im Frühjahr 2012 mit einer Thüringer Landesausstellung, so ist es Wunsch der Stiftung und der Stadt Gotha, eröffnet werden.

3.       Aus diesem Grunde wird die Stadt Gotha im ersten Bauabschnitt, zwei weitere werden folgen, den Platz vor dem Museum und dem Rosengarten verkehrsberuhigt gestalten. Mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten besteht Einigkeit darüber, dass kein Rückbau und keine komplette Sperrung der Straße erfolgen werden. Der PKW- und Anliegerverkehr bleibt erhalten, der Durchgangsverkehr soll umgeleitet werden. Um eine Verkehrsberuhigung zu erreichen ist es notwendig, dass das Straßennetz der Umgehungsstraßen im Rahmen der beschlossenen Verkehrsnetzzielplanung der Stadt Gotha erst verwirklicht sein muss, bevor in der Innenstadt weit reichende Maßnahmen der Verkehrsleitung greifen könnten. Wir sprechen hier über einen Zeitraum bis 2020.

4.       Gleichzeitig wird sich die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bemühen, den alten Rosengarten als Veranstaltungs-forum Gotha bis 2012 zu entwickeln. Somit bleibt das Gebäude des Herzoglichen Museums erst einmal im Besitz der Stadt Gotha, weil die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten derzeit auch keine Möglichkeit sieht, aufgrund ihrer finanziellen Lage, das Museum zu entwickeln und zu übernehmen. Der Ausbau des Museums ist aber dringend erforderlich, um Gotha ein zweites starkes touristisches Standbein zu verschaffen, das nachhaltig Kaufkraft und Image stärkt.

Bau des Residenz- und Familienbades Gotha
Die Zeichen verdichten sich, dass wir endlich mit dem Bau unseres Stadt- und Familienbades beginnen können. Die Landtags-abgeordnete Frau Groß hat informiert über eine Entscheidung des Projektausschusses Sport im Thüringer Landtag, in dem die Fördermittel für Gotha ab 2009 bereitgestellt werden. Mir war diese Zusage des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und am 8. Dezember bereits übermittelt worden.

Das bedeutet, es darf keinerlei Verzögerungen mehr geben. Der Stadtrat hat die Mittel in Höhe von 12.127.000 Euro Nettobaukosten bereitgestellt. Die besten Planungsbüros haben wir ermittelt und mit den Aufgaben zum Bau des Bades beauftragt, wir erfüllen die Aufgaben der Lokalen Agenda, in dem wir im vorab durch Gutachten ermitteln, was ist auf Jahre für uns die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung, denn der Stadtrat hat klare Finanzierungs- und Unterhaltungsmaßstäbe für dieses Projekt festgesetzt. Heute liegt uns schon die erste Beschlussvorlage vor, wo wir abwägen, welches ist die zukunftsfähigste Lösung für ein Bauteil im Rahmen dieser großen Baumaßnahmen. Sie haben einen klaren wirtschaftlichen Vorschlag vorliegen und ich gehe davon aus, dass wir gemeinsam das Badprojekt voran bringen werden.

Die Fördermittel sind wie folgt aufgeteilt:

Das Thüringer Wirtschaftsministerium wird uns

2009:  370.000,00 Euro
2010: 1.500.000,00 Euro
2011: 1.117.000,00 Euro

zur Verfügung stellen, das sind genau gemäß unseres Antrages 2.987.000,00 Euro. Das Thüringer Bauministerium wird uns

2009:  753.000,00 Euro
2010: 2.650.000,00 Euro
2011: 2.690.000,00 Euro

somit insgesamt 6.093.000,00 Euro als zinsloses Darlehen über 20 Jahre zur Verfügung stellen und somit einen völlig neuen Weg der Förderung eröffnen. Wir sind damit ein Pilotprojekt in dieser Größenordnung in Thüringen. Die Stadt Gotha hat und wird

2008: 1.134.000,00 Euro
2009:  377.000,00 Euro
2010: 1. 350.000,00 Euro
2011:  186.000,00 Euro

somit aus der Rücklage 3.047.000,00 Euro zur Verfügung stellen. Der Stadtrat hat den Projektrahmen mit rund 12.000.000,00 Euro sehr festgesteckt, ich habe immer wieder betont, wenn Wünsche hinzukommen, müssen wir auch die Antwort auf die Finanzierung geben. Ich darf auch an dieser Stelle meine Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass es in nur zwei Jahren möglich war, das für Gotha so wichtige Bauprojekt auf den Weg zu bringen, für das im Jahre 1996 bereits die ersten Planungskosten ausgegeben worden sind, die bis 2006 zu keinem Erfolg führten. Erst die Mitglieder des Stadtrates im Jahre 2007 können von sich sagen, dass sie diesen erfolgreichen Weg mit Beschlüssen geebnet haben. Eigentlich ein schönes Weihnachtsgeschenk!

Ich darf Ihnen heute ebenfalls vermelden, dass am 12.12.2008 nach genau 60 Arbeitstagen die Baugenehmigung für das neue Bad in Gotha erteilt werden konnte. Das ist ein Spitzenwert für ein solches Großprojekt.

Beitragsbescheide in Gotha
Auf Grund der drohenden Verjährung von Bescheiden hat der Wasser- und Abwasserzweckverband Gotha und Landkreisgemeinden in diesem Jahr 9.206 Bescheide, viele davon betreffen die Stadt Gotha, in Höhe von 58.533.076,02? verschickt. Sie können sich vorstellen, was seit Wochen bei mir los ist, wo sich Bürger, aber vor allem auch Unternehmen an mich wenden, und um Hilfe bitten. Unternehmen, die jetzt die wirtschaftlichen Schwierigkeiten noch meistern, werden durch die Bescheide stark belastet, dazu kommt, dass per Gesetz Säumniszuschläge erhoben werden müssen, bei all denen, die die Wasserbescheide nicht zahlten, die aber per Gesetz schon aufgehoben sind. Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass die Bürger den Durchblick verlieren. Ich kann an dieser Stelle nur empfehlen, dass jeder Betroffene das Gespräch mit den kompetenten Mitarbeitern des Verbandes sucht, um individuelle Lösungen zu finden, pauschale Urteile sind hier nicht möglich. Wer auf den Verband zugeht, für den schaffen wir Lösungen, nur ohne Bezahlung wird es nicht gehen. Ich bitte deshalb auch die Bürgerinitiativen um den Dialog, miteinander ist der Weg, nicht gegeneinander. Die Unternehmen der Stadt bitte ich, kommen sie auf uns zu, wir nutzen alle Spielräume für das, was gesetzlich möglich ist.

Graffittiprojekte in Gotha
Ich habe mich entschieden die Graffitibeauftragte der Stadt Frau Brandau für ein weiteres Jahr mit dieser Aufgabe zu betrauen. Obwohl schon große Erfolge da sind, haben wir immer noch nicht allen Übeltätern das Handwerk legen können. Ein Projektfilm "Maik-Die Entscheidung" über einen jungen Sprayer, hat in ganz Deutschland für Aufmerksamkeit gesorgt - Gratulation zu diesem Erfolg.

Mit Unterstützung von Sponsoren werden zurzeit Gestaltungsprojekte erarbeitet, ein Projekt in der Buttergasse ist mit großem Erfolg von den Bürgern angenommen worden, weitere private Projekte folgen bereits. Hier ist unser Ansatz Vertrauen zu schaffen, Innenstadt und Stadt zu gestalten gut gelungen.

Flugplatz in Gotha
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Deutschland bringen uns nicht davon ab, unser Projekt zur Verwirklichung eines neuen Flugplatzes gemäß Stadtratsbeschluss umzusetzen. Das Landesverwaltungsamt hat uns für den Standort Nützleber Feld grünes Licht erteilt, wir haben die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern begonnen, haben weitergehende Planungen eingeleitet und werden im Frühjahr dem Stadtrat weitere Beschlüsse vorlegen. Das Stadtplanungsamt ist federführend mit dieser Aufgabe betraut.

Tiere in Gotha
Gerade in der Weihnachtszeit steigt die Zahl der Tiere in Gotha beträchtlich, ich möchte deshalb noch einmal einen sehr persönlichen Wunsch äußern der lautet: Tiere gehören nicht auf den Gabentisch. Ich möchte hierbei noch einmal auf die enge Partnerschaft der Stadt Gotha mit dem Tierheim in Uelleben hinweisen, wo kompetente Mitarbeiter zur Beratung zur Verfügung stehen, wenn sich jemand einen Tierwunsch erfüllen möchte. Natürlich bitte ich auch darum, nicht zu vergessen, den Hund ordnungsgemäß anzumelden und Hundetoiletten zu benutzen. Viele Hundehalter sind sehr sensiblisiert gegenüber dieser Problematik und sehr vorbildlich, das möchte ich hervor heben.

Zu den sicher gestellten Hunden nach den Beißvorfällen in Sundhausen, haben wir am 28.11.2008 unter Androhung einer sofortigen Vollziehung, dem Eigentümer die Haltung der Hunde untersagt, weiterhin wurde ihm untersagt, auch andere in der Satzung der Stadt Gotha als Kampfhunderassen deklarierte Hunde zu führen oder zu halten. Am 3.12.2008 wurde gegen den Eigentümer verfügt, dass er bis zum 11.01.2009 nachweislich die Hunde an einen durch die Ordnungsbehörde bestimmten Tierschutzverein zu übereignen hat. Diese Maßnahmen waren nach Vorlage eines Gutachtens notwendig und richtig.

Eine Kanzlei aus Hannover hat mittlerweile die Vertretung des Eigentümers übernommen und gegen die Verfügung Widerspruch eingelegt.

Schulen in Gotha
Ich war in den letzten Wochen sehr oft in den Grundschulen Gothas unterwegs. Mein Ziel war es, durch die Vorstellung eines neuen Malprojektes "Male dir Gotha bunt mit Gothardus" unter den Kindern eine neue Sensibilität für die Heimat- und Stadtgeschichte zu erreichen. Ich bedauere immer wieder, wie wenige Eltern mit ihren Kindern bisher im Schloss Friedenstein waren, wie Wenige die Stadt mit offenen Augen erklären oder im Park und der Orangerie die Natur ergründen.

Aus diesem Grunde werden wir im Jahre 2009 dem Beispiel Weimars folgen und den Eintritt für Kinder bis 16 Jahre in den Museen aufheben, denn Kinder müssen rein in unsere Häuser, müssen uns Alte mitschleppen, denn es gibt keine begeisterten Werber für unser Schloss und seine Kunstschätze als wissbegierige Kinder mit leuchtenden und bettelnden Augen.

Doch auch unsere Regelschulen haben einen Standard erreicht, den uns das Schulamt in Bad Langensalza als mustergültig und beispielgebend für Thüringen bestätigt hat. Die Qualität des Unterrichts und die Ausstattung der Schulen brauchen keinen lange eingeübten PISA-Test zu scheuen.

Am bundesweiten Wettbewerb "Starke Schule" von Hertie- und Robert-Bosch-Stiftung beteiligte sich auch die Conrad-Ekhof-Schule der Residenzstadt Gotha.

In diesem Wettbewerb geht es darum, Schülern bestmögliche Berufsbildungschancen zu vermitteln. Die Regelschule "Conrad Ekhof" wurde am 03.12. durch eine Kommission geprüft und erreichte das Auswahlverfahren. Herzlichen Glückwunsch dazu und großes Daumendrücken für die Endrunde!

Aber auch die 3 anderen Regelschulen der Stadt leisten hervorragende Arbeit und stellten diese im Rahmen einer Pressekonferenz am 12.12.2008 vor. Neben dem Qualitätssiegel für Berufswahlvorbereitung der Schüler spielen an allen 4 Schulen Begabtenförderung die gleiche Rolle wie die Unterstützung schwacher Schüler.

Ich habe unseren Regelschulen diese besondere Möglichkeit der Präsentation im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz gegeben, weil ich der festen Überzeugung bin, dass an diesen Schulen dank engagierter Lehrerkollegien eine herausragende Arbeit geleistet wird, und das schon seit mehr als anderthalb Jahrzehnten!

Diese Arbeit kann sich im Vergleich zu manch anderer Stadt des Freistaates Thüringen sehen lassen!

Seit einiger Zeit überzeugen sich auch die Mitglieder des Sozialausschusses vor Ort von dieser ausgezeichneten Arbeit, in dem sie ihre regulären Sitzungen nacheinander in allen vier Regelschulen durchführen und sich so selbst vom Konzept der einzelnen Einrichtungen überzeugen können.

Die so gewonnenen Informationen und die Präsentation der sichtbaren Fortschritte, auch im baulichen Bereich der Schulen, lassen die Sitzungen zwar regelmäßig länger dauern als sonst, aber es lohnt sich, wenn sich die Stadträte direkt vor Ort ein Bild über die Erntwicklung des Schulstandortes machen. Für dieses Interesse, meine Damen und Herren des Sozialausschusses, danke ich Ihnen!

Gothas Ortschaften
Das Jahr 2008 hat die Gothaer Ortschaften wieder wesentlich voran gebracht, ich denke dabei nicht nur an die großen Straßenprojekte in Siebleben, die dem Ortsteil erste Entlastungen bringen werden oder an das Gustav-Freytag-Gartenhaus, welches auf Initiative der Stadt mit Unterstützung der Gothaer Kulturstiftung und des Heimatvereins gute Fortschritte macht, ich sehe auch die kluge Entscheidung zum Verkauf des Wiesengrundes in Boilstädt, der am 20.12.2008 öffnen wird und dem Ortsteil ein neues Kulturzentrum sein kann, ich sehe die Bürgerinitiativen in Sundhausen zum Bau von Gehwegen oder in Uelleben das neue Verwaltungszentrum an der Feuerwehr und auch in Sundhausen werden wir in Kürze das neue Feuerwehrzentrum einweihen.

Wenn sich im nächsten Jahr noch die Zuschüsse für die Ortschaften erhöhen, die diese für die Förderung des Ehrenamtes verwenden können, dann weiß ich, unsere Ortsteile sind in der Stadt gut aufgehoben und wer gern mit dabei sein will, ist an der Seite eines starken Partners immer besser aufgehoben als in der breit verteilten unscheinbaren Masse.

Sport in Gotha
Auch im Stadtrat möchte ich es nicht versäumen den Sportlern des Jahres unsern Glückwunsch auszusprechen:
Herzlichen Glückwunsch an Andre Beck, den "Sportler des Jahres" vom Karateverein Nippon, an Mario Hochberg den Gothaer Olympiateilnehmer zum "Gothaer Behindertensportler des Jahres", an die Jungen-Fußballmannschaft F-Junioren des FSV Wacker o3 Gotha als "Mannschaft des Jahres". Frau Ute Frankenfeld, eine werdende Mutti, ist als "Verdienstvolles Vereinsmitglied" für die Betreuung von wöchentlich 50 Kindern ausgezeichnet worden.

Mit der heute zu beschließenden Förderrichtlinie zur institutionellen Förderung großer Sportvereine schaffen wir eine willkommene Ergänzung der bestehenden Förderrichtlinie, die den Vereinen Gotha noch bessere Perspektiven eröffnen werden.

Ich möchte heute auch dem Gothaer Bankdrücker Fred Riede gratulieren, der von der Weltmeisterschaft in Wien als Weltmeister in die Heimatstadt zurück kehrte. Herzlichen Glückwunsch, gleichzeitig freue ich mich über die Initiative des Bierfasshebervereins, der den Zuschlag erhalten hat für die Weltmeisterschaft 2011 im Bankdrücken in Gotha.

Investitionen für Kinder in Gotha
Kinder sind unsere Zukunft und am 15.12.2008 haben wir bereits das Geburtenergebnis des guten Jahres 2007 erreicht, da wurde nämlich das 371 Gothaer Kind geboren. Bis zum Jahresende haben wir noch etwas Zeit, deshalb sieht es nicht schlecht aus, dass Gotha wieder die 400-Marke knacken wird. Dass es sich lohnt in Gotha aufzuwachsen, das hat dieser Stadtrat immer wieder bewiesen.

Heute zeigen wir an, dass die neuen Fassaden in der Kita Bendastraße und der Kita Moßlerstraße fertig sind. Schauen sie sich diese Fassaden an und sie bekommen Lust ein Kind dorthin zu bringen. Die Kita in der Mariengasse wird im Januar an der Fassade fertig sein, der Eingang der Kita Schlüterstraße ist fertig. Auch die laufenden Schulprojekte sind abgeschlossen.

Straßen in Gotha
Am 19.12.2008 wird der Abschnitt der Weimarer Straße im oberen Teil übergeben, am Ortseingang gibt es in der Straße 3 Wochen Bauverzug, auf Grund der Leitungsproblematik, Günthersleber Straße ist fertig, Nonneberg ebenfalls, am 18.12.2008 wird die Brücke in der Boilstädter Straße in Uelleben übergeben. Derzeit laufen noch einige Straßensanierungen, wie jeder im Verkehrsfluss bemerkt. Auf den Winterdienst sind wir mit den Mitarbeitern der Stadtwirtschaft Gotha gut eingestellt.

Der Bürgerturm ist fertig
Dieser Anruf eines aufmerksamen Bürgers erreichte mich in der vorigen Woche. Was war geschehen. Nicht etwa der Bürgerturm auf dem Kranberg ist schon fertig, nein, der Bürger dachte, die Stadt Gotha würde am Neuen Rathaus einen Bürgerturm errichten. Die 20 Meter hohe Metallkonstruktion an diesem Rathaus, ist zwar eine wunderbare Aussichtsplattform, dient aber ausschließlich als Rettungsweg und musste nach den Auflagen der Gefahrenverhütungsschau errichtet werden. So schnell kommt eine Stadt zu einem Bürger-Feuer-Turm.

Garten- und Parkanlagen in Gotha
Das Gotha einen Kuh-Damm besitzt, habe ich bis zum vergangenen Wochenende nicht gewusst, doch jeder, der wie ich zur Orangerie durch die Friedrichstraße pilgerte, fühlte sich, als wenn er zum KaDeWe auf dem Berliner Kuhdamm unterwegs ist. Solche Menschenmassen hat Gotha gebraucht und es soll noch einmal jemand sagen, auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt wäre es voll, dann ist es in Gotha ja übervoll. Mir zeigt aber dieses bürgerschaftliche Engagement, dass der Gothaer seine Orangerie nicht nur liebt, sondern auch die toll sanierte Anlage im ersten Bauabschnitt unbedingt besichtigen wollte.

Die Feierhalle auf dem Friedhof ist fertig und kann wieder genutzt werden, für viele Bürger ein wichtiger Baustein in der Kultur des Abschiednehmens. Die Touristen rätseln immer darüber, wie kann man das erste Krematorium Europas noch besser touristisch für Führungen usw. nutzen. Bisher hatte keiner ein schlüssiges Konzept. Aus diesem Grunde habe ich einer bekannten bayrischen Band "Impotenz" die Möglichkeit eröffnet, im Kolumbarium ein Video zu drehen. Unter den Augen von Medienvertretern gelang eine sehr niveauvolle Produktion, die gleichzeitig eine Hommage an Bertha von Suttner darstellt. Seit Sonntag sind Ausschnitte der Dreharbeiten in Gotha bei "Youtube" im Internet zu besichtigen.

Die Sanierung von Grabstätten geht in Gotha weiter, die wunderbare Grabstätte der Schwestern von Northheim wird durch die Stadt und private Spender realisiert, Grabstätten es jüdischen Friedhofes sind instandgesetzt worden.

An dieser Stelle danke ich noch einmal der Polizei Gotha die durch kriminalistisches Geschick dafür sorgte das der Täter der verabscheuungswürdigen Schändung des jüdischen Friedhofes in Gotha, welches ein Gothaer sogar in Australien in der Zeitung las, sofort ermittelt worden ist. Ich vertraue auf die deutschen Gerichte, dass sie die Härteste der Strafen für eine solche Tat zur Anwendung bringen.

Abschließend möchte ich den Infobericht mit der guten Aussicht auf Gotha, denn am 3.12.2008 begannen die Baumaßnahmen im Hochbau für den Themenspielplatz am Big Palais, die große Spielweise der Gothaer Kinder. Damit verschwindet in der Herzregion der Stadt Gotha eine alte Industriebrachfläche und es wird das vorhandene Zentrum für Kinder und Jugendliche um eine neue, bisher unbekannte Qualität erweitert.

Zum Jahresende danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für ihr Engagement zum Wohle Gotha, ich danke den Mitgliedern des Stadtrates, dass sie mit Weitsicht und Tatendrang die Rahmenbedingungen vorgeben, damit wir Gothas liebeswerte Zukunft gestalten können.

In der Forschungs- und Universitätsbibliothek Gotha, deren Fahrstuhlproblematik wir im gemeinsamen Miteinander und mit der Eröffnung des Universitätsgebäudes am gestrigen Tage in Gotha lösen konnten, habe ich in einer Gesamtausgabe der Werke von Joachim Ringelnatz folgenden Satz für die bevorstehenden Feiertage gefunden, den ich ihnen mit auf den Weg geben möchte:

Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.

Seien sie vorsichtig!

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