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Pressemitteilung - Detailansicht

26.01.2010, Haiti

Haiti, Teil der Insel Hispaniola, auf der 1492 Christoph Kolumbus landete und damit Amerika entdeckte, ein Areal so groß wie das Bundesland Brandenburg, mit seiner Hauptstadt Port-au-Prince, die kaum jemand kennt und wo doch mehr Menschen leben, als in ganz Thüringen. Dort ist man bettelarm, obwohl schon 1804 als erster Staat Amerikas befreit von kolonialer Unterdrückung, leben die Haitianer unterhalb der Existenzgrenze. Täglich verhungern Hunderte. Wer schon einmal an den Stränden der Dominikanischen Republik badete, der hat gespürt, wie arm dieses Land und sein Nachbar sind. Am 12. Januar 2010 und eine Woche später nochmals Erdbeben der Stärke 7 lassen den ganzen Inselstaat zusammenbrechen. Viele sterben. Wieder trifft es die Ärmsten der Armen. Wie ungerecht ist doch diese Welt?

Ich sehe noch die Bilder aus dem Dezember 2009 wo Menschen in die Supermärkte drängen, dick gefüllte Körbe herausbringen. Keiner fragt, ob man das alles essen kann? Viele Gabentische zum Fest waren so reich gedeckt, dass Kinder gar nicht mehr wussten, von wem sie welches Geschenk bekommen haben. Geld ist da, siehe die Feuerwerke zu Silvester und dann die vielen Neujahrsempfänge! Wie ungerecht ist doch diese Welt?

Der Gothaer Hofmaler Karl Trost (1811 - 1884), ein Freund des Moritz von Schwind, hat als Kind in Haiti gelebt. Das Land mit seiner Fauna und Flora hat ihn so fasziniert, dass er Zeit seines Lebens, immer wieder Tiere und Pfl anzen zeichnete. Seine Bilder Haitis sind durch das Erdbeben unauslöschlich zerstört. Im Januar darf sich jeder von uns überlegen, wie man den Menschen Haitis helfen kann oder sind doch unsere Sorgen über den Winterdienst größer? Ein gesundes und hilfsbereites Jahr 2010 wünscht

Ihr
Knut Kreuch

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