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21.01.2016, Ehrenbrief des Oberbürgermeisters für Roland Scharff

Roland Scharff ergält den Ehrenbrief des Oberbürgermeisters von OB Knut Kreuch

Roland Scharff ergält den Ehrenbrief des Oberbürgermeisters von OB Knut Kreuch

Anlässlich des bevorstehenden 75. Geburtstages des Diplom-Pädagogen und Historikers Roland Scharff aus Georgenthal, würdigte Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch dessen Wirken für das Gothaer Land und die Residenzstadt Gotha mit der Übergabe eines Ehrenbriefes des Oberbürgermeisters.

In dem Brief schreibt Oberbürgermeister Kreuch:

Herr Roland Scharff hat sich um die Heimatgeschichte, die Forschung zur Ur- und Frühgeschichte sowie um die Rehabilitierung von Menschen im deutschen Widerstand bleibende Verdienste um das Gothaer Land und die Residenzstadt Gotha erworben.
Seine am 21. November 1962 begonnenen Forschungen zur Klosterruine Georgenthal und zum Kandelaber bei Altenbergen dauern bereits mehr als ein halbes Jahrhundert. In vielfachen Publikationen und Zeitungsveröffentlichungen hat Roland Scharff seine teilweise spektakulären Forschungen vorgestellt und sich nie gescheut, namhafte Wissenschaftler mit seinen eindeutigen Belegen zu konfrontieren. Seine Arbeiten mit jungen  Menschen haben ganzen Generationen Bezüge zur Heimatgeschichte verschafft, die ein ganzes Leben halten.
Die Übergabe des Nachlasses des ersten Gothaer Bürgermeisters Carl Heß an das Stadtarchiv Gotha hatte für die Stadt Gotha enorme Bedeutung, konnte sie damit doch eine Lücke ihrer Geschichtsforschung und der parlamentarischen Mitbestimmung schließen.

Persönlich sagt Oberbürgermeister Kreuch:

"Roland Scharff hat seit mehr als einem halben Jahrhundert Menschen geprägt, darunter auch mich, denn als ich 1981 mit meinen Forschungen begann, war er für mich wichtiger Ratgeber und Vorbild, lehrte er uns jungen Menschen doch nie aufzugeben."
Der Geehrte war Zeit seines Lebens nicht nur Forscher sondern auch von Sammelleidenschaft beflügelt, eine Leidenschaft, die ihm Zugang zu Dingen verschaffte, die bereits auf dem Schrottplatz der Geschichte lagen.

Wenn im Jahre 2024 in Thüringen hunderte Gemeinden das Fest der Thüringer Kirchweih, Kirmes oder Kirmse begehen, dann richten alle ihren Blick zum Kandelaber nach Altenbergen, jener „Fackel Thüringens“, einst durch den Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg gestiftet, die uns daran erinnert, dass im Jahre 724 durch Winfried Bonifatius der christliche Glaube in die Mitte Europas, nach Thüringen kam. Das wir dies heute wissen, verdanken wir den jüngsten Forschungen von Roland Scharff, denn Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass die von ihm erforschten Gebiete Teil einer bis heute unbekannten ottonisch-salischen Königs- und Kaiserpfalz aus dem 10.-11. Jahrhundert, einschließlich einer Pfalzkapelle sind. Diese Wertschätzung zeugt von hoher Anerkennung der Forschungsarbeit.

Doch nicht nur die Ur- und Frühgeschichte fasziniert den Diplom-Pädagogen, er kämpfte auch für die Rehabilitierung und Wertschätzung des Georgenthaler Bürgers Otto Fabian, der den Ort am Ende des II. Weltkrieges kampflos an die Amerikaner übergab und heute durch einen Platz gewürdigt wird.

Mit der Übergabe des Ehrenbriefes würdigt Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch die langjährigen Arbeiten von Roland Scharff, dessen Wunsch es ist, gern noch eine Biografie zum Lebenswerk von Carl Heß, dem ersten gewählten Gothaer Bürgermeister, vorzulegen.

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