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Pressemitteilung - Detailansicht

27.05.2021, Auf ein Wort: Mai 2021

Es gibt sie wirklich: Namen, die keiner mehr nennt. Mancher vermutet Namen, wo keine gesagt, andere hören weg, wenn ihr Name fällt. Bekannt sind Worte wie jene "Erfolg hat viele Namen. Misserfolg nur einen!" Der Name eines Menschen ist so alt wie die Menschheit selbst und unsere Familiennamen sind meist ganz einfacher Herkunft. Unsere Ahnen waren Bäcker, Müller oder Schmied, sie wohnten am Bach, hatten ein Beet im Hof oder handelten mit Bohlen. Es gibt so viele Namen, die keiner mehr kennt. Wer weiß schon den Familiennamen von Ernst dem Frommen? Er hieß Ernst von Sachsen-Gotha-Altenburg, eine große Familie mit vielen Kindern, seit 1848 ist der Name verschwunden. Wer kennt die Namen jener, die uns die prächtigen Häuser am Hauptmarkt erbauten? Der aufmerksame Besucher findet ihre Namen, irgendwo versteckt in den Hausmarken, gezeichnet durch Initialen. Manche Namen bleiben in aller Munde, so Arnoldi, weil wir damit Wissen verbinden. Andere vergessen wir, weil deren Lebensleistung uns heute nicht mehr wichtig erscheint. Der Name, der übrigens am meisten mit Gotha verbunden wird, ist der Name Meyer. Das von Joseph Meyer publizierte Prinzip des Nachschlagens (früher Lexikon, heute Internet-Suchmaschine) nennt diesen Namen millionenfach. Vor 225 Jahren ist er in Gotha geboren. Die in unserer Stadtbibliothek gern gelesene Publizistin Marion Gräfin Dönhoff hat "Namen, die keiner mehr nennt" als Manifest an die Jugend veröffentlicht, daran denke ich, wenn ich am Bahnhof Gotha bin. Wir tun’s für die nächsten Generationen.

Ihr

Knut Kreuch

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