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03.06.2022, 58. EUROPEADE soll vom 12. bis 17. Juli 2023 nach Gotha kommen

V.l.n.r.: Karl-Jürgen Zellmann, Jörg Möller, Rüdiger Heß, Oberbürgermeister Knut Kreuch und Monika Moritz

V.l.n.r.: Karl-Jürgen Zellmann, Jörg Möller, Rüdiger Heß, Oberbürgermeister Knut Kreuch und Monika Moritz, Foto: Lutz Ebhardt

Thüringerinnen und Thüringer schaffen das Bildmotiv der 58. EUROPEADE Gotha 2023

Thüringerinnen und Thüringer schaffen das Bildmotiv der 58. EUROPEADE Gotha 2023, Foto: Matthias Roos

Pressemitteilung vom Thüringer Landestrachtenverband

Pfingstmontag: genau 405 Tage vor dem Großereignis, gibt Gotha den Startschuss


Die Erinnerungen an die 50. EUROPEADE, die vor 10 Jahren erstmals im Osten Deutschlands, in Gotha stattgefunden hat, sind groß und farbenfroh. Für die Organisatoren von damals war klar, wenn man ein solches Festival mit ca. 4.000 bis 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen europäischen Ländern wiederholen will, so kann dies nur einmal in zehn Jahren erfolgreich und nachhaltig geschehen. Nun ist ein Jahrzehnt vorüber und der Stadtrat von Gotha hat einstimmig "Grünes Licht" gegeben, dem Thüringer Landestrachtenverband e.V. als Partner der Stadt Gotha wieder die Verantwortung für die Durchführung des Festivals zu übertragen. Es ist also bald wieder soweit, denn vom 12. bis 17. Juli  2023 heißt es "Europas Zusammensein unterm Friedenstein", denn dann soll sich Europa in Gotha treffen zur 58. EUROPEADE. Es ist nicht die sechzigste Ausrichtung, weil das Festival zweimal durch die Einschränkungen während der CORONAPandemie ausfallen musste. Jetzt gibt Gotha den Startschuss für die mehr als einjährigen Vorbereitungen.
Aus diesem Grunde trafen sich am Donnerstag, dem 2. Juni 2022, im Bürgersaal des Gothaer Rathauses, die stellvertretenden Vorsitzenden des Thüringer Landestrachtenverbandes Monika Moritz und Jörg Möller mit dem Präsidenten des Internationalen Europeade-Komitees, Rüdiger Heß,  Bürgermeister der hessischen Stadt Frankenberg und seinem Vorstandskollegen Carlo Zellmann, um den Vertrag zur Durchführung der EUROPEADE 2023 zu unterzeichnen. Im Vertragswerk werden die Formen der Zusammenarbeit zwischen dem Internationalen Komitee und dem Veranstalter vor Ort geregelt, so beispielsweise die Bereitstellung von Quartieren in Gemeinschaftsunterkünften, die dreimalige tägliche Verpflegung oder die Durchführung der sechstägigen Programmabläufe. Teilnehmer am Festival zahlen eine Gebühr an das Internationale Komitee in Antwerpen, von der ein Teil an den örtlichen Veranstalter überwiesen wird. Die Gesamtkosten für das mehrtägige Festival, das aus Teilnehmergebühren, aber auch Sponsoring und Spenden sowie Zuschüssen der Stadt Gotha und des Freistaates Thüringen sowie einem Eigenbeitrag des Thüringer Landestrachtenverbandes finanziert wird, liegt bei 800.000 €. Dabei muss eine harte Kostenkontrolle erfolgen, denn die durch die Pandemie verursachten Mehrkosten, bei den Sicherheitswachen, den Hygienemaßnahmen, der fehlenden Konkurrenz bei technischen Angeboten, die steigenden Lebensmittel- und Reinigungspreisen, würden sonst die Durchführung des Festivals gefährden, da nur bei der Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung im Stadion Eintrittspreise erhoben werden. "Ohne die Förderung des Freistaates Thüringen, der Stadt Gotha und der Sponsoringpartner aus der einheimischen Wirtschaft wäre ein solch europäisches Festival, das einer Stadt so viel an Identität gibt, das eine Stadt weltläufig macht und auch ein Stadtbild verändert, nicht möglich. Deshalb sagen wir schon heute allen danke, die uns ihr Vertrauen auf ein großartiges Ereignis schenken", betonte Monika Moritz, die stellvertretende Landesvorsitzende und ihr Kollege Jörg Möller ergänzte "Ich erinnere mich gut an die Tage von Gotha. So ein Festival hatte die Stadt und auch ich selbst noch nie erlebt. Da habe ich beim Zerrwanstspiel unter der Zipfelmütze vor Freude kräftig geschwitzt."

"Unsere EUROPEADE ist die größte Friedensbewegung in Europa. Nach den verheerenden Folgen des Zweiten Weltkriegs haben sich EuropäerInnen mit der 1. EUROPEADE im Sommer 1964 in Antwerpen auf den Weg gemacht den Frieden mit freundschaftlichen Treffen der Menschen Europas zu sichern. Seither treffen sich jedes Jahr im Sommer ca. 5.000 EuropäerInnen in einer jeweils anderen Stadt Europas zur Bewahrung ihrer Freundschaft. Einheit in Vielfalt steht seither im Mittelpunkt der EUROPEADE, sodass sich die Gruppen mit ihren traditionellen Trachten und ihrer regionalen Volksmusik einer großen Schar von Besuchern bei Tanz- und Gesangsauftritten in der Stadt präsentiert. Die Freude der großen EUROPEADE-Familie springt sofort auf die Gäste über, und unsere große Friedensbewegung findet immer weitere begeisterte Menschen. Daher findet gerade in 2022 im litauischen Klaipeda nach der Pandemie dort das größte Volksfestival Europas statt. Die EUROPEADE setzt damit ein deutliches Zeichen für Frieden und Freundschaft in Europa. Denn nach Frieden für die Menschen in der Ukraine sehnen sich alle EuropäerInnen und die gesamte Welt. Machen Sie mit in dieser Friedensbewegung, die gerade heute wichtiger denn je ist." Rüdiger Heß


Logo der 58. EUROPEADE vorgestellt
Die Designerin Beate Ae-Karguth schuf im Jahr 2013 das Logo der tanzenden Türme von Schloss
Friedenstein für die 50. EUROPEADE. Als es nun wieder soweit war ein neues Logo für die Werbung zum Festival 2023 zu schöpfen, begann die Diskussion, wie man am besten für Gotha und den europäischen Gedanken werben könnte. Schnell war klar, etwas Besseres als das Logo von 2013 gibt es gar nicht. Und so entstand aus den Farben der Stadt Gotha, die gleichzeitig jedem Europäer signalisieren, dass das Festival wieder in Deutschland ist, ein neues tanzendes Pärchen, das sich im runden Erdkreis bewegt und damit den Wunsch symbolisiert, die Welt möge doch wieder ins normale Rund der Normalität zurückkehren. Neben den tanzenden Türmen in der spitzen und der runden Form, findet sich in gleichen Anordnung auch zwischen den Schriftzügen nochmals das Logo der Residenzstadt Gotha wieder, so, dass jeder wissen müsste "Zusammensein unterm Friedenstein" ist das Motto des Jahres 2023 für Europa und Europas Gruppen können kommen.

EUROPEADE Countdown läuft – Die Vorbereitungszeit wird täglich kürzer
Damit Bürgerinnen und Bürger, aber auch alle Touristinnen und Touristen wissen, wieviel Tage, Stunden, Minuten und Sekunden sie noch vom Großereignis des Jahres 2023 getrennt sind, haben die Veranstalter am Hauptmarkt eine Uhr angebracht, die die Wartezeit verkürzt. Gern hat die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach ein Schaufenster in ihrer Stadt-Lounge am Hauptmarkt 33 freigemacht, damit der ehrenamtliche Thüringer Landestrachtenverband Platz nehmen kann, um seinen Countdown einzurichten. Die Firma MB-Design und dem Logo von Beate Ae-Karguth wird nun gegenüber dem Rathaus jeder aufmerksam gemacht, sich den Termin zum Feiern vorzumerken, sich zu melden, wenn er Gruppenbetreuer werden will, sich zu melden, um im Organisationsbüro währen der Festtage zu helfen, wenn jemand Quartiere zur Verfügung stellen will usw. EUROPEADE-Präsident Rüdiger Heß aus Frankenberg/Hessen, Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch und die stellvertretenden Landesvorsitzenden des Thüringer Landestrachtenverbandes Monika Moritz und Jörg Möller setzen den Zeitmesser am 2. Juni 2022 in Bewegung.


"Zusammensein unterm Friedenstein" ist das Motto der 58. EUROPEADE 2023
Kein Gebäude prägt so stark die Silhouette einer Stadt und setzt dabei noch einen Auftrag in Bewegung wie Schloss Friedenstein in Gotha. Das in den Wirren des 30-jährigen Krieges erbaute Staatsgebäude umfasst damals wie heute alle Formen eines modernen Miteinanders und beherbergt Kunstschätze und Architekturformen von europäischem Format. Der Spruch am Eingangsportal von Schloss Friedenstein "Frieden ernähret – Unfriede verzehret" ist im 21. Jahrhundert aktueller denn je, nicht nur im Hinblick auf den Ukraine-Krieg sondern auch auf das veränderte Miteinander der europäischen Nachbarn seit der Corona-Pandemie. "Wir werden rund um Schloss Friedenstein für fünf Tage im Sommer 2023 Bühnen errichten, um uns beim Tanz die Hände zu reichen und bei der Musik die Stimmen zu erheben und dabei einen europäischen Chor des Miteinanders zu bilden", so Oberbürgermeister Knut Kreuch. "Es kann kein schöneres Motto in dieser Zeit geben", waren sich alle Teilnehmer der Pressekonferenz am 2. Juni 2023 einig, als sie den Startschuss gaben, denn nur noch 405 Tage trennen Gotha vom Ereignis des Jahres 2023.


Thüringerinnen und Thüringer schaffen das Bildmotiv der 58. EUROPEADE Gotha 2023
Natürlich kommt kein Bild mit Wiedererkennungswert in Gotha ohne die zwei unterschiedlichen Türme von Schloss Friedenstein aus. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Macherinnen und Macher der 58. EUROPEADE Gotha 2023 unter dem Motto "Zusammensein unterm Friedenstein" die Südseite des größten frühbarocken Schlossbaus von Europa auswählten, um sich zu einem Bildmotiv der EUROPEADE zu formieren. Tanzten vor zehn Jahren noch slowakische Folkloristen auf dem Schlossplatz, so zeigt 2023 Thüringen seine ganze Vielfalt. Da kommen ins Bild die Altenburger Bäuerin mit dem krönenden Hormt und der edle Marcher mit der Teufelsgeige, dazu gesellen sich die schönen festlich weiß beschürzten Tabarzer Schurztrachten und der Mann mit den bestickten Hosenträgern. Zum Bild gehören die Kinder aus Bad Tabarz sowie das Cister spielende Mädchen aus Lindenberg. Der Schwerttanz, als der typische Tanz der thüringische Handwerkerbrauch, dargeboten von den Lindenberger Bergleuten und den Zimmerleuten aus Tambach-Dietharz, stellt sich mit Hebefigur auf Schwertern in die Mitte des Bildes. Musikalisch begleitet wird die Bildkomposition von Tina in Wechmarer Streifelmiedertracht an der Harfe und Daniel mit seinem Dudelsack von den Wechmarer Mühlenpfeifern. Das auch das Fahnenschwingen eine uralte thüringische Tradition ist, macht Toni aus dem Sonneberger Land deutlich, in dem er Thüringens Fahne fliegen lässt. "In einem Bild zeigen wir fast alles, was Thüringens Traditionen ausmacht", so Landesvorsitzender Knut Kreuch und ergänzt "da hört man Volksinstrumente wie Cister, Harfe und Dudelsack, die Münder bewegen sich, denn sie können nicht stille sein, sie quatschen in Mundart, die Frauen ruggen zusammen in den flotten Festtrachten, sie wollen singen und die Männer laden noch im Arbeitsgewand zum Tanze – was will ein Landesverband mehr, als so bildlich den ganzen Satzungszweck darzustellen".

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