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Siebleber Teich

Am Siebleber Teich
Am Siebleber Teich
Am Siebleber Teich

Der Siebleber Teich ist ein künstlich angelegtes Staubecken in einer Niederung wenige hundert Meter nördlich des Seebergs bei Gotha, zwischen den Ortschaften Siebleben im Nordwesten, Tüttleben im Nordosten und Seebergen im Südosten. Er liegt in einer Höhe von etwa 275 m und hat eine Tiefe von etwa 1,50 m, leicht schwankend entsprechend der Menge des Wasserzulaufs. Der Teich ist eine der Sehenswürdigkeiten auf und am Seeberg bei Gotha und ist der Kern des gleichnamigen, etwa 28 ha großen Naturschutzgebietes. Der Siebleber Teich ist ein Stillgewässer mit nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichem sowie basen- oder kalkhaltigem Wasser. Noch in den 1980er Jahren  bestanden in dem Gewässer Armleuchteralgenbeständen (hauptsächlich Chara aspera). Der Teich bietet der z.T. hochspezialisierten Pflanzen- und Tierwelt mit verschiedenen gefährdeten Arten Lebensmöglichkeiten.

Am 14. Mai 1717 lag der erste Entwurf für den Teichbau vor und im Juni wurde mit dem Aushub begonnen. Die geplante Wasserfläche betrug 280.000 m². Der Aushub diente zur Errichtung breiter Umfassungsdämme im Süden, Osten und Norden, die allerdings niedriger waren als die heutigen. Der Teich sollte ein herzoglicher Fischteich werden. Die größte nachgewiesene Fischernte datiert in das Jahr 1738: Es wurden über 300 kg Hechte, ca. 2,5 t Karpfen, 25 kg Barsche und 650 kg Weißfisch gefangen.

Bereits 1760 machte sich die zunehmende Verlandung bemerkbar. Wegen des Überzugs aus Unrat und anderem Bewuchs war der Teich für die Fischzucht nicht mehr geeignet. Die Dämme wurden mit Getreide besät und mit Weiden bepflanzt. 1773 erfolgte eine komplette Entschlammung des Teichs mit dem Anlegen einer Teichinsel aus dem Schlammmaterial. Erst 1811 erhielt der Siebleber Teich seinen heutigen Namen.

Mit Einrichtung einer Fasanerie im Mönchshof setze man auch auf dem Teich weitere Fasane und Enten aus. Von da an gab es ein erhöhtes Interesse an der Jagd in diesem Gebiet, dennoch wurde die Geflügelzucht wieder wegen unwirtschaftlicher Jagdergebnisse eingestellt.

Heute ist das Gebiet des Siebleber Teichs ein Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 27,33 ha.

Naturschutzgebiet

Wie schon erwähnt, beschäftigte man sich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1912) mit den Zielsetzungen des Naturschutzes. Aber es sollte noch 35 Jahre dauern, bis die ersten Bemühungen zur Ausweisung des Seebergs und des Siebleber Teichs als Naturschutzgebiet zu erkennen waren. Zwischenzeitlich, sozusagen in Vorbereitung dessen, trat in den 1940er Jahren der Siebleber Naturbeobachter und Naturschützer Lothar Ritter mit einer großen Anzahl von Tierfotos an die Öffentlichkeit. Damals kümmerten sich um den Naturschutz der Revierförster, der Jagdpächter, die Jagdaufseher und die Jäger. Für die Durchsetzung des Naturschutzes, soweit definiert, war der Kreisnaturschutzbeauftragte zuständig. Dieser stellte am 4. Dezember 1947 einen Antrag, den Seeberg und den Siebleber Teich als Landschaftsschutzgebiet zu erklären, als erstes im Gebiet der Stadt Gotha. Eine Entscheidung hierüber wurde jedoch erst 20 Jahre später, am 11. September 1967, durch den Beschluss des Landwirtschaftsrates der damaligen DDR herbeigeführt: Das Gebiet des Siebleber Teichs wurde zum Naturschutzgebiet erklärt und damit unter Schutz gestellt. Schon ein Jahr später wurde der Istzustand der Naherholungsgebiete Seeberg und Siebleber Teich festgestellt, weil man erkannt hatte, dass die "Erholungslandschaften so kostbar wie Bodenschätze sind".

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