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Leinakanal

Lageplan des Leinakanals
Lageplan des Leinakanals

Der Leinakanal ist ein mittelalterliches künstliches Fließgewässer, welches zur Versorgung der wasserarmen Stadt Gotha angelegt wurde. Das technische Kulturdenkmal befördert noch heute Wasser aus dem Thüringer Wald über knapp 30 km nach Gotha.

Bedeutung

Die Stadt Gotha deckte ihren Wasserbedarf ursprünglich aus Brunnen. Mit wachsender Einwohnerzahl wurde dies jedoch immer schwieriger. Zahlreiche Brände machten eine ausreichende Wasserversorgung immer dringender.

Der Leinakanal wurde unter dem Thüringer Landgrafen Balthasar von seinem Werkmeister Conradus erbaut. Der Bau des Leinakanals wurde 1369 abgeschlossen. Der Zeitpunkt des Beginns der Bauarbeiten ist spekulativ, man geht jedoch vom Jahre 1366 aus.

Das Leinakanalsystem bildet sich (1.) aus dem Kleinen Leinakanal, der seinen Anfang am Abschlag von der Leina bei Schönau vor dem Walde nimmt, (2.) aus dem Flößgraben, der am Georgenthaler Teiler von der Apfelstädt abgezweigt wird, und (3.) aus dem Leinakanal von Emleben bis zum Einmünden ins Gothaer Wiegwasser (Ende des Leinakanals).

Der Kanal hatte grundlegende Bedeutung für die Entwicklung von Gotha. Er diente über Jahrhunderte der Bereitstellung von Trink-, Brauch- und Löschwasser sowie als Antriebskraft für Mühlen. Mit der Verstärkung durch den Flößgraben wurde er auch zum Transportweg für Holz. Sein Wasser wirkte sich auch positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung Gothas aus. Solche Gewerke, wie die Gerber und die Bierbrauer konnten sich erst seit dieser Zeit entfalten.

Im gesamten 18. Jahrhundert und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sein Wasser auch für den Betrieb der Springbrunnen am Gothaer Schloss Friedrichsthal und in der Orangerie genutzt. Durch den Bau von Talsperren ging die Bedeutung des Leinakanals jedoch stark zurück, erlosch aber bis in die Gegenwart nicht gänzlich.

Noch heute speist der Leinakanal die Gothaer Parkteiche und  betreibt die Wasserkunst am oberen Hauptmarkt.

Der Verlauf des Leinakanals ist über die Jahrhunderte weitgehend unverändert bis heute bewahrt geblieben. 1978 wurde der Leinakanal schließlich in die Liste der technischen Denkmale aufgenommen und wird heute als Kulturdenkmal in der Denkmalliste geführt. Das 1991 geschaffene Wappen des Landkreises Gotha enthält - in der Form einer silbernen Wellenlinie - ein stilisiertes Abbild des Leinakanals.

Aquädukt
Turbine der Wasserkunst
Leinakanal im Park
Leinakanal unterirdisch
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