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Pressemitteilung - Detailansicht

08.02.2018, Rodungsarbeiten am Müller-Tempel

Am und um den Müllertempel auf dem Krahnberg, am Adolf-Wandersleb-Weg gelegen, werden in der kommenden Woche Strauchgruppen gerodet. Das Entfernen der Strauchgruppen ist eine Maßnahme der Landschafts- und Parkpflege und wird durch das städtische Garten-, Park- und Friedhofsamt durchgeführt. Die Maßnahme dient zum einen dem Freistellen der Sichtachsen vom Müller-Tempel in Richtung Stadt und zum anderen der Pflege der Streuobstwiesen in der Klinge und ihrer wertvollen Krautstrukturen.

Die Gehölze haben in den vergangenen Jahren überhandgenommen, so dass die Blickachse vom Müller-Tempel in Richtung Stad fast vollständig versperrt ist. Nach den Rodungsarbeiten wird diese Sicht wieder ermöglicht. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass auch der Müller-Tempel aus Richtung Bergartenweg wieder gut sichtbar sein wird. Vandalismus, der immer wieder am Müller-Tempel zu verzeichnen ist, soll somit auch minimiert werden.

Die abgeschnittenen Gehölze werden am Rand der Streuobstwiese in der Klinge zur Benjes-Hecke aufgeschichtet. Das Schnittgut wird somit nicht abtransportiert sondern verbleibt an seinem ursprünglichen Wuchsort. Das ist nicht nur für eine positive Energiebilanz wichtig. Darüber hinaus bietet das locker gelagerte Holz unmittelbar Lebensraum für zahlreiche Vogelarten (u. a. Heckenbrüter), Kleinsäuger und Insekten. Erfunden hat diese Art der Naturraumpflege Hermann Benjes, Landschaftsgärtner, Naturfotograf und Schriftsteller. (* 27. April 1937 in Drakenburg; † 24. Oktober 2007 in Asendorf).

1 Der Müller-Tempel wurde 1902 als offener, eiserner, achteckiger Pavillon mit zwiebelförmiger Kuppel und Wetterfahne erbaut. Er befindet sich bis heute in diesem Zustand und ist ein beliebter Aussichtspunkt auf dem Weg vom Galberg zum Krahnberg. Eine Eisentafel mit goldenen Buchstaben ist Ernst Adolf Müller für seine gemeinnützige Tätigkeit gewidmet. (1 Wikipedia) Der Müller-Tempel ist wichtiger Bestandteil des „Stadtpark West“ der als Ausflugsziel um den Berggarten auf dem Krahnberg und Galberg um 1900 angelegt wurde. Der „Stadtpark West“ entstand durch Einsatz engagierter Gothaer Bürger.

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