gotha.de - :: Service :: Aktuell :: Pressemitteilungen

Pressemitteilung - Detailansicht

20.09.2017, Rede der Beigeordneten zur Einbringung des Haushaltsplanentwurfes der Stadt Gotha für das Jahr 2018

Beschlussvorlage 390/17

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Herr Bürgermeister, Damen und Herren Beigeordnete,
sehr geehrte Stadträte, Ortsteilbürgermeisterin und Ortsteilbürgermeister,
sehr geehrte Amtsleiterinnen und Amtsleiter der Verwaltung und
Geschäftsführer der kommunalen Unternehmen,
liebe Gothaerinnen und Gothaer,

die Verwaltung übergibt Ihnen heute den Entwurf des Haushaltsplanes der Stadt Gotha für das Haushaltsjahr 2018.

Es ist der Verwaltung gelungen, eine ausgeglichene Haushaltssatzung mit den dazugehörigen Anlagen planmäßig zu erstellen.
Wir legen Ihnen heute – nach umfangreichen Beratungen mit den Fachämtern der Stadtverwaltung, die in einer ganztägigen Haushaltsklausur mündeten, einen ausgeglichen Haushaltsplanentwurf vor (gemäß Festlegung des § 53 Absatz 3 ThürKO).

Der Haushaltsplanentwurf 2018 schließt
·    im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 72.327.500 € und
·    im Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 17.014.500 € ab.

Es wurden keine Kreditaufnahmen festgesetzt. Wir werden die bestehenden Kredite weiter kontinuierlich abbauen. In 2018 werden zwei Kredite in Höhe von 2.998.000 € umgeschuldet und endfällige Tilgung vereinbart.

Der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt wird auf 17.286.200 € festgesetzt. Im Haushaltsplan 2018 und in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2021 wurden diese Maßnahmen finanziell abgesichert. Gemäß der vorliegenden Planung für diesen Zeitraum sind Entnahmen aus der Rücklage vorgesehen, um die Vorhaben im investiven Bereich realisieren zu können.

Auf der Seite 435 des Haushaltsplanes haben wir die Entwicklung der Rücklage sowohl zahlenmäßig als auch grafisch dargestellt. Hier ist zu erkennen, dass es einer strikten Haushaltsplanung bedarf, um die bis 2021 notwendigen Finanzmittel bereitzustellen und damit die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, dass die geplanten Maßnahmen überhaupt realisiert werden können. Im Einzelnen sind dies Maßnahmen in den Bereichen Schulen, Kindertageseinrichtungen, Investitionen im Straßenbau und für Brücken, in der Dorferneuerung, im Bereich des Friedhofes, des Wohngebietes "Schmaler Rain", der Städtebauförderung, im Sanierungsgebiet "Altstadt" oder auch in den Sportstätten.
Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuern wurden im Jahr 2014 in einer Hebesatzsatzung beschlossen und diese gilt nicht nur für ein Kalender- bzw. Haushaltsjahr, sondern ist darüber hinaus bis zu deren Änderung oder Aufhebung gültig (B 040/14 vom 29.10.2014).
Sie betragen unverändert für:
·    Grundsteuern (A) — land- und forstwirtschaftliche Betriebe 300 v.H.
·    und (B) — bebaute Grundstücke 470 v.H.
·    Gewerbesteuer — 400 v.H.

Der Höchstbetrag für Kassenkredite beträgt 4,6 Mio. €. Es besteht maximal ein Bedarf an Kassenkrediten zur zeitweisen Vorfinanzierung von Ausgaben des Vermögenshaushaltes. Diese Kreditermächtigung orientiert sich an den Vorjahresbeträgen. Wir haben unsere Liquiditätsplanung mittlerweile soweit optimiert, dass diese Ermächtigung nur als so genannter "Notgroschen" vorgesehen ist. Wie in 2017 wollen wir, wenn das Jahr planmäßig verläuft, von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen.

Der Haushaltsplanentwurf beinhaltet folgende Entwicklungen:

1. Verwaltungshaushalt:
Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 72.327.500 €. Davon sind 52.882.200 € aus Steuereinnahmen und Zuweisungen vorgesehen, darunter 15,8 Mio. € Gewerbesteuer und 12,8 Mio. € Schlüsselzuweisungen des Landes. Bei der Berechnung der Schlüsselzuweisungen des Landes wurde die so genannte Hauptansatzstaffel verändert. Basis waren die Ergebnisse des Gutachtens von Prof. Dr. Daniel Schiller des Steinbeis-Forschungszentrums für Regionalwirtschaft, Innovationssysteme und Kommunalfinanzen. Im Ergebnis stellte das Gutachten fest, dass im Hinblick auf die Aktivität der geltenden Hauptansatzstaffel Anpassungsbedarf besteht. Städte ab 12 Tausend Einwohner, die viele und vor allem inhaltlich vielfältige Aufgaben auch für das Umland erfüllen, müssen einen höheren Ausgleich (in Form von Schlüsselzuweisungen) erhalten. Dem folgte das Land Thüringen und Gotha erhielt – wie 29 weitere Thüringer Städte – zusätzliche Finanzmittel (Gotha: 631.006,18 €). Die Diskussion entfachte sich daraufhin, die Beratungen im Land dauern an. Am Ende könnte ein Kompromiss herauskommen, der besagen könnte, dass in 2018 und 2019 nur ca. die Hälfte der einst vorgesehenen Mittel ausgereicht werden, das könnten ca. 307 T€ weniger Schlüsselzuweisungen als im Haushaltsplan veranschlagt. Sollte diese Tatsache eintreten, haben wir bis zur 2. Lesung, mit dem Änderungsantrag der Verwaltung, die Deckung sicherzustellen. Und ich sage Ihnen: Das wird kompliziert!

Die wesentlichste Ausgabeposition mit 27.193.200 € stellen die Personalausgaben dar. Im Stellenplan sind insgesamt 517,23 Stellen vorgesehen. Gegenüber dem Stellenplan 2017 entspricht dies einer Erhöhung um insgesamt 3,55 Stellen. Dabei wurden 4,10 Stellen (davon 1,75 Ersatzstellen für Altersteilzeit) im Stellenplan gestrichen und Stundenreduzierungen vorgenommen. Im Gegenzug wurden 7,65 Stellen neu geschaffen oder Stundenerhöhungen vorgenommen. Davon fallen 5,25 neue Stellen auf den Bereich Kindertageseinrichtungen, die sich aus der Bedarfsplanung, den pädagogischen Anforderungen und aus der Neufassung des Thüringer Kita-Gesetzes ergeben sowie 2,40 Stellen im Bereich der Verwaltung, darunter auch eine Bauleiterstelle Tiefbau. Des Weiteren fand der neue Tarifabschluss im Bereich des öffentlichen Dienstes mit den vereinbarten Tariferhöhungen und Entgeltanpassungen Berücksichtigung bei der Personalkostenplanung.
Die Kreisumlage, als wichtige Ausgabeposition, wurde mit 15.047.900 € in den Haushalt eingestellt. Das entspricht dem Ansatz, der uns von der Kreisverwaltung mitgeteilt wurde. Der Hebesatz von 36,16 % bleibt zum Vorjahr unverändert. Jedoch ergibt sich eine Steigerung um 416.900 € vom Haushaltsjahr 2017 zum Haushaltsjahr 2018. Ein ausschließlich prozentualer Vergleich der Kreisumlage, auch im Vergleich zum Thüringer Maßstab, ist kein Indiz für eine niedrige Umlage. Wichtig im Vergleich ist die monetäre Aussage. Und die stieg bei gleichbleibender Prozentzahl (36,16%) um 712.700 € im Jahr 2016 und erhöhte sich in 2017 um weitere 584.100 € und nun in 2018 nochmals um 416.900 €.
Warum dies so ist? Die Höhe der Umlage ist der erhöhten Steuerkraftmesszahl geschuldet, welche Grundlage für die Berechnung der Schlüsselzuweisungen einerseits und der Umlagegrundlagen der Ermittlung der Kreisumlage andererseits ist.
Im Vergleich zum Haushaltsjahr 2017 steigen die Ausgaben für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand um 736.500 €. Die Bewirtschaftung von Gebäuden und Grundstücken verzeichnet einen Anstieg von 206.500 € zum Haushaltsplan 2017. Die Sachverständigen- und Gerichtskosten sind mit zusätzlich 300 T€ geplant. Ebenfalls erhöht wurden die Haushaltsstellen "Unterhaltung von Straßen, Wegen und Plätze" sowie "Grünanlagen/Baumpflege" um 70.000 €.
Die Ausgabenerhöhung in der Hauptgruppe 7 – Zuweisungen und Zuschüsse – resultieren vor allem aus den Zuschüssen an die freien Träger der Kindertageseinrichtungen, die einen höheren Finanzbedarf haben. Des Weiteren ist die Erhöhung der Zuschüsse für die Ortsteilräte von bisher 1 € auf nunmehr 5 € je Einwohner in den Haushalt eingeflossen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
auch der vorliegende Haushaltsentwurf 2018 hält - wie die Jahre vorher - wieder vielfältige Zuschüsse und Unterstützungen für Vereine und Verbände bereit. Auch die von Ihnen, sehr geehrte Stadträte, eingebrachten Anregungen aus vorangegangenen Diskussionen sind im neuen Haushalt wieder abgebildet.
Wir wissen gemeinsam wie wichtig das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger im kulturellen, sozialen und sportlichen Bereich ist und berücksichtigen dies auch in den finanziellen Unterstützungen.

Die Schwerpunkte des kommenden Jahres sind:
·    Theaterverein "art der stadt" neben der Bezuschussung der Jahresprojekte (Komplementärförderung durch das Land) in Höhe von 20.000 € Ausreichung einer institutionelle Förderung für die Miete der Proberäume, der eigenen Bühne und für die Verwaltungsräume in Höhe von 26.300 €)

·    Sportvereine der Stadt Gotha werden durch die Stadtwerke Sportstiftung Gotha für Einzelprojekte finanziell unterstützt und erhalten wie in den Jahren vorher Haushaltsmittel für die eigenverantwortliche Bewirtschaftung der Sozialgebäude in Höhe von 41 T€ (plus 3.300 zum Vorjahr). Für die Sportförderung und die Sportstätten stehen damit insgesamt 414.900 € zur Verfügung (2017: 384.600 €). Nicht eingerechnet ist dabei der Verlustausgleich des Bades, welcher über die Badbetreibung finanziert wird und der in 2016 1.675.955 € betrug. Würde diese Position ebenfalls dem Haushalt zufallen, müssten wir im Verwaltungshaushalt 2.090.855 € für den Sport aufbringen. Nicht dabei berücksichtigt sind die investiven Maßnahmen, die im künftigen Planungszeitraum zum Beispiel für das Sozialgebäude des Törpe-Sportplatzes mit 463.300 € veranschlagt sind. Hier haben wir zwar 185.200 T€ Landesförderung erhalten, jedoch bleibt ein nicht unerheblicher Eigenanteil, der von der Stadt Gotha aufgebracht werden muss. Momentan ist die Ausschreibung der Gewerke erfolgt; die Zuschlagserteilung wird vorbereitet und bald gehen die Bauarbeiten los, und im nächsten Jahr können wir das neue Sozialgebäude einweihen. Der Sportbereich hat in der Stadt Gotha eine hohe Priorität.

·    Auch das soziale Engagement wird weiterhin unterstützt. Hier sind zum Beispiel folgende Finanzmittel eingestellt: 29.400 € für die Seniorenarbeit, 5 T€ für die Freiwilligenagentur, 2.500 € Förderung für die allgemeine Flüchtlingsbetreuung, 2.500 € Zuschuss für L´amitie, 14.800 € für die Arbeitsloseninitiative sowie 35 T€ für das Frauenhaus. Das Mehrgenerationenhaus erhält 9.200 € Finanzmittel und 800 € Sachkostenzuschuss.

Ich kann mich – wie in den Jahren vorher nur wiederholen: Wir haben Pflichtaufgaben zu leisten, darüber hinaus hat der Stadtrat das Haushaltsoptimierungskonzept diskutiert, beschlossen und dieses ist Richtschnur unseres Handelns, und die von mir erwähnten so genannten freiwilligen Leistungen – ob in Kultur, Sport oder im Sozialen - können nur geleistet werden, wenn der Haushalt straff geplant wurde, in der Haushaltsdurchführung Disziplin herrscht, wir unterjährig keine Einnahmeverluste zu verzeichnen haben und keine weiteren Finanzausgaben im freiwilligen Bereich dazu kommen. Im Hinblick auf die mögliche Unterdeckung bei den Schlüsselzuweisungen, bitte ich um Ihr Verständnis und um Ihre Deckungsvorschläge, wenn Sie Änderungsanträge zum Haushalt, insbesondere bei den freiwilligen Leistungen, vorhaben. Wir haben schon alles berücksichtigt, was Sie in den vergangenen Jahren der Verwaltung aufgetragen haben! Immerhin betragen unsere freiwilligen Leistungen 6.756.200 €. Das sind 9,34 % des Verwaltungshaushaltes! 3,5 % freiwillige Leistungen würden uns zugestanden, wenn wir uns in einer Haushaltskonsolidierung befänden und beim Land Bedarfszuweisungen beantragen müssten. Mögen wir nie in diese Lage kommen! Ich bitte Sie, sehr geehrte Stadträte, um Ihre Mithilfe.
Die Zuführung an den Vermögenshaushalt beträgt im Jahr 2018  3.290.100 €. Dieser Betrag liegt über der Pflichtzuführung, d.h. den Ausgaben für Tilgung in Höhe von 2.547.000 €. Somit können zusätzliche Mittel in Höhe von 743.100 € den Einnahmen des Vermögenshaushaltes zugeführt werden. Dies ist auch zwingend erforderlich, da wir diese Gelder dringend für die geplanten investiven Maßnahmen in 2018 und im Investitionszeitraum bis 2021 benötigen.


2. Vermögenshaushalt

Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 17.014.500 €. Neben der Tilgung von Krediten (i. H. v. 2.547.000 €) werden die Finanzmittel fast ausschließlich für geförderte Maßnahmen verwendet, und wir setzen in 2018 und folgende Jahre unsere Schwerpunkte in der Bildungsinfrastruktur und im Bereich der Straßen, Wege und Brücken. Da es sich hier um teilweise sehr große bauliche und auch kostenintensive Maßnahmen handelt, werden diese uns in den nächsten Haushaltsjahren begleiten.
Schwerpunkte des Vermögenshaushaltes:

·    Der Erwerb eines Tanklöschfahrzeuges für die Berufsfeuerwehr in Höhe von 325 T€ gemäß des beschlossenen Feuerwehrkonzeptes.

·    Der Neubau einer Einfeld-Turnhalle, zur Erweiterung der Sporthallenkapazität, der Grund- und Regelschule "Andreas Reyher" mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 1,7 Mio. € - begonnen mit Planung und Ausschreibung in diesem Jahr, 2018 wird der Bau voranschreiten und die Übergabe an die Nutzer, die Grund- und Regelschule "Andreas Reyher" sowie die Sportvereine, ist Anfang 2019 vorgesehen.

·    Die Planung einer neuen Kindertageseinrichtung in Gotha-West mit 120 Plätzen (Planungskosten 130 T€ in 2018 mit Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre, Gesamtvolumen ca. 3 Mio. €) wird ein weiterer Schwerpunkt. Wir benötigen die Erhöhung der Platzkapazität dringend, da mehr Kinder im Stadtgebiet betreut werden müssen, obwohl die Stadt in 2017 durch eine Vielzahl von kleinteiligen Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 554 T€ 65 Plätze zusätzlich geschaffen hat (Ursachen: positive Geburtenentwicklung, positiver Wanderungssaldo, Aufnahme von 83 geflüchteten Kindern, Familiennachzüge Geflüchteter, beitragsfreies Kita-Jahr, Reserven für inklusiv zu betreuende Kinder). Monetär unterstützt werden wir – hoffentlich - durch das Bundes- und das Landes-Investitionsprogramm für Kitas, das von den Ländern über die Landkreise den Kommunen zur Verfügung gestellt werden wird. Hier bitte ich um Ihre Mithilfe, sehr geehrte Stadträte, dass die Fördermittel uns zugesprochen werden und damit das wichtige Projekt gemeinsam gelingt.

·    Beginn der Planungen für die energetische Sanierung, einschließlich barrierefreier Umbau und Akustikmaßnahmen der Staatlichen Regelschule "Conrad Ekhof" in Gotha-West (gesamt: 1.595.000 €), Realisierung in 2019 und 2020 sowie Planungen für Sanierung der dazugehörigen Turnhalle (gesamt: 1.090.000 €), Realisierung in 2020 und 2021. Auch hier setzen wir ganz bewusst den Schwerpunkt in der Bildungsinfrastruktur in diesem Stadtteil und auf das Einwerben von Fördermitteln.

·    Die Sanierung und Teilneubau des Sozialgebäudes auf dem Törpe - Sportplatz (Gesamtausgabe: 463.300 €).

·    1.424.000 € werden für städtebauliche Maßnahmen gemäß der Thüringer Städtebauförderrichtlinien und hier insbesondere für die weitere Sanierung des Landschaftshauses und die Sanierung der Gartenstadtsiedlung "Am schmalen Rain" (2018 172.500 €) verwendet. Die Gartenstadtsiedlung ist ein ausgewähltes "Nationales Bundesprojekt des Städtebaus".

·    Hinter den 623.800 € für den "Stadtumbau Ost" verbergen sich diverse Rückbau-, Aufwertungs-, Sicherungsmaßnahmen an Gebäuden in der Gothaer Innenstadt, die im Besitz von privaten Dritten sind. Hier ist kein kommunaler Eigenanteil notwendig.

·    4.143.200 € verausgaben wir in 2018 für Straßen, Wege, Plätze, Brücken, die auch in der mittelfristigen Finanzplanung weiterhin einen großen Schwerpunkt bilden.

Das sind unter anderem:

» 615 T€ für weitere Planungen und Ausschreibungen (inkl. der nicht förderfähigen Kosten) zur Umgestaltung des Hauptmarktes (Gesamtvolumen: 5.647.500 €)
» 20 T€ Planungskosten für die Errichtung eines Parkplatzes (in 2019/20) am Hauptbahnhof (Baumaßnahme gesamt: 320 T€)
» 550 T€ für allgemeine Straßensanierung
» Errichtung des "Grünen Angers", ein Erlebnisspielplatz im Ortsteil Gotha-Sundhausen (Gesamtvolumen: 388 T€) sowie Fortführung der Sanierung des Platzes in diesem Areal (Planungskosten in 2018 = 30 T€ und Realisierung in 2020 = 170 T€); der Schulhof der Grundschule "Erich Kästner" (30 T €) soll in 2019 saniert werden.
» Sanierung der Oberen Marktstraße im Ortsteil Gotha-Uelleben, eine Maßnahme, die in 2018 begonnen bis 2019 realisiert werden soll, wenn die Fördermittelzusage bald eintrifft (Gesamtvolumen: 1.490.600 T€)
» Gehweg Friedrichstraße – Planung in 2018 und Realisierung in 2019 (gesamt: 454.600 €) sowie Erneuerung eines Teilstücks der Friedrichstraße (gesamt: 435.600 €)
» Für die grundhafte Sanierung des Riedweges in 2018 stehen 227 T € zur Verfügung und die Sanierung der Uelleber Straße ist mit 780 T € eingeplant.
» Weitere große Tiefbaumaßnahmen, die wieder gemeinsam mit dem Wasser-Abwasser-Zweckverband realisiert werden sollen, sind die Sanierungen der Gallettistraße (1.350.000 €) und weiterführend die Straße "Am Kindleber Feld" (gesamt: 1.712.000 €).
» Ebenfalls berücksichtigt sind die Fußwege. Hier sollen in 2018 75 T€ für kleinteilige Maßnahmen (auch in den Folgejahren) zur Verfügung gestellt werden.
» Die Brücke über das Wiegwasser im Zuge der Remstädter Straße – Planung und Ausschreibung 2018 und Bau 2019 (gesamt: 500 T€) und der Durchlass in der Gothaer Straße – Bau in 2018 - (gesamt: 110 T€) werden ebenfalls erneuert.
» Des Weiteren setzen wir auch einen Schwerpunkt in den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen. In Abstimmung mit der RVG wurden Schwerpunkthaltestellen bestimmt, und diese werden sukzessive in den kommenden Jahren umgebaut (Gesamtausgabe: 405 T€, in 2018 Planung 30 T€).

·    Im Bereich der Kindertageseinrichtungen setzen wir – neben dem schon erwähnten Kita-Neubau - die Sanierung der verschlissenen Außenanlage in der Kita "August-Köhler-Kinderhaus", Brunnenstraße (3. Bauabschnitt – gesamt: 60 T€) fort. Darüber hinaus wollen wir über ein Förderprogramm des Landes Küchengroßgeräte, die über 10 Jahre alt sind, durch energieeffizientere Geräte ersetzen. Außerdem erhält die Kita "Spatzennest" einen neuen großen Kletterturm.

·    Die Wasserläufe bleiben ebenfalls im Fokus der Haushaltsmittel. Für diese dringenden Maßnahmen werden 70 T€ für die Reaktivierung des Mühlgrabens (2018), 56 T€ für die Sanierung des Aquariums (2018) und insgesamt 345 T€ für die Sanierung des Auslaufbauwerkes über das Wiegwasser Remstädter Straße (2018 Planung, 2020 Realisierung) vorgesehen. Auch hier werben wir Fördermittel ein.


Weitere, nichtgeförderte, investive Maßnahmen sind:
·    Für die Datenverarbeitung der Stadtverwaltung Gotha konnten in 2018 150 T€ eingestellt werden, damit setzen wir den Erneuerungsprozess, den wir 2015 begonnen haben, auch in 2018 fort. Auch hier benötigen wir eigentlich mehr Geld; dies ist jedoch finanziell nicht darstellbar.

·    Im Bereich der Grund- und Regelschulen erneuern wir die Hard- und Software.

·    Im Kinder- und Jugendtreff "Zelle" in Gotha-West sollen Akustikdecken eingebaut werden (12 T€).

·    Der Fußballverein "Westring" erhält Finanzmittel für die Anschaffung einer zusätzlichen Gerätehütte (8 T€).

·    Auf dem Hauptfriedhof entstehen neue Grabanlagen für 75 T€. Schon in den Jahren zuvor haben wir dort und in den Ortsteilen kräftig investiert.

·    Der Investitionszuschuss für den Wasser- und Abwasserzweckverband wird gemäß dessen Wirtschaftsplan und den damit einhergegangenen Abstimmungen mit unseren Straßenbaumaßnahmen jährlich 290 T€ betragen.

Soviel zu den Grundaussagen des Haushaltsentwurfs 2018.

Die Wirtschaftspläne und Jahresabschlüsse der Städtischen Unternehmen werden - wie schon in den Vorjahren - in einem separaten Teil zusammengefasst. Da noch nicht alle Unternehmen ihre Wirtschaftspläne im Aufsichtsrat behandelt haben, erhalten Sie den Teil II rechtzeitig vor Beschlussfassung zum Haushalt.


Meine sehr geehrten Damen und Herren Stadträte,
mit der heutigen Einbringung des Haushaltes 2018 in den Stadtrat ist nunmehr eine ausführliche Behandlung des vorliegenden Werks möglich.
In der kommenden Sitzungswoche vom 25. bis 29. September 2017 werden alle Ausschüsse den Haushaltsplanentwurf beraten.

Bis zur 2. Lesung, die auf den 26. Oktober 2017 terminiert ist, können sich die Fraktionen eingehend mit den Unterlagen befassen. Gern stehe ich für Rückfragen und Beratungen in den Fraktionen zur Verfügung. Machen Sie Gebrauch davon; ich komme gern zu Ihnen.

Die Beschlussfassung über den Haushalt erfolgt am 29. November 2017, nach den vorangegangenen Beratungen der Ausschüsse zu den Änderungsanträgen.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und bitte Sie, den vorliegenden Haushaltsentwurf 2018 zur Beratung in die Ausschüsse zu verweisen.

Newsletter Stadt Gotha

Mit dem Infoservice erhalten Sie regelmäßig aktuelle Informationen aus dem Rathaus der Residenzstadt.

Jetzt anmelden

Kontakt:

Stadtverwaltung Gotha
Referat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 03621 222-234

Anschrift: Historisches Rathaus
Hauptmarkt 1
Telefax: 03621 222-293
E-Mail: presse@gotha.de