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05.10.2017, Mühlhausen setzt falsche Akzente mit Bach`schem Welterbe

Gothas Oberbürgermeister Kreuch kritisiert Mühlhäuser Alleingänge

Kopfschüttelnd reagierte Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch auf einen Beschluss des Mühlhäuser Stadtrates, mit dem die Städte Mühlhausen, Arnstadt, Eisenach und Leipzig den UNESCO-Welterbestatus beantragen sollen und dabei gleichzeitig andere potentielle Partner ausschließen. „Wer ausschließt und ausgrenzt, wird nach kurzer Aufmerksamkeit, keinen Ton bei der UNESCO abgeben“ ist sich Knut Kreuch in Gotha sicher.

Das engagierte Gothaer Stadtoberhaupt, seit mehr als 30 Jahren mit der Geschichte der Familie Bach eng verknüpft und Denkmalpfleger für mehr als drei Objekte im direkten Zusammenhang mit der musikalischen Bachfamilie, hätte sich gewünscht, dass sich die im Jahr 2000 im Bach-Stammort Wechmar schon einmal vereinten thüringischen Bachstädte und Bachorte auf einen gemeinsamen Weg einigen, die Thüringer Staatskanzlei und das ICOMOS Komitee für Deutschland einbeziehen.

Im Jahre 2004 feierte der Freistaat Thüringen unter Federführung des Bach-Stammortes Wechmar das Jubiläum „500 Jahre Musikerfamilie Bach“, von dem heute noch eine gemeinsame Beschriftung aller Bachstätten zeugt. „Das war Gemeinsamkeit, das war Stärke, die Johann Sebastian Bach von seinen Ahnen lernte und an seine Kinder und Kindeskinder weitergab“, schwärmt Knut Kreuch, dem es heute vergönnt ist, als Oberbürgermeister dort zu arbeiten, wo der erste Berufsmusiker der Bachfamilie, der Wechmarer Caspar Bach, seinen Dienst auf dem Kaufhaus versah.

„Ich bin der Meinung“, so Knut Kreuch, „dass einem Antrag voraus die klare Untersuchung nach Originalstätten und Erfolgsaussichten gehen muss. Dabei würde sich herausstellen, dass die Schlosskirche Gotha der Ort war, an dem Ostern 1717 Johann Sebastian Bach persönlich seine erste Passionsmusik zur Aufführung brachte, die ihn zu neuen musikalischen Ufern führte, die die Musikwelt nachhaltig prägten. Komisch ist auch, dass gerade die Bachmühle und das bach‘sche Backhaus in Wechmar, die ältesten originalen Bachwirkungsstätten in der Welt aus Mühlhäuser Sicht unberücksichtigt bleiben sollen, wo doch die Mühle der Ursprung der musikalischen Begabung ist.“

„Lasst und gemeinsam reden, so wie die Bachs gemeinsam musizierten und wir können für Thüringen einen erfolgreichen Antrag starten, der nicht, wie im Falle der Ergänzung des Welterbes oder Lutherstätten in diesem Jahr wieder zurückgenommen werden muss.“, geht Knut Kreuchs Bitte an die Mühlhäuser und ihre Unterstützer.

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