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16.03.2017, Jahresrückblick Stadtbibliothek 2016

v.l.n.r.: Beigeordnete Marlies Mikolajczak, Bibliotheksleiterin Nicole Strohrmann und Schul- und Jugendamtsleiter Marco Brand

v.l.n.r.: Beigeordnete Marlies Mikolajczak, Bibliotheksleiterin Nicole Strohrmann und Schul- und Jugendamtsleiter Marco Brand

Im März 2017 blickt die Stadtbibliothek auf erfolgreiche drei Jahre in ihrem neuen Haus zurück. Sie hat sich mit einem aktuellen Medienbestand, der zum Ausleihen aber auch zur Lektüre in der Bibliothek einlädt, als ein attraktiver Anlaufpunkt für viele Einwohner der Stadt und des Landkreises etabliert. Zeitungen und Zeitschriften werden gern bei einer Tasse Kaffee gelesen. Das sind derzeit 119 Zeitungs- Zeitschriftenabo‘s in Printform, deren aktuelles Heft jeweils für alle Besucher verfügbar ist.

Der Bestand von 58.092 Medien umfasst 43.362 Bücher. Dazu gehören 21.739 Titel der Sachliteratur zu unterschiedlichsten Wissensgebieten. Vielgefragte Themen waren Ratgeber zu Gesundheit, Demenz, Erziehung, Reisen, Computerliteratur wie Windows 10, Sprachen lernen mit Deutsch als Fremdsprache, Wörterbücher z. B. deutsch-persisch. Im Segment der Kinderliteratur (7.568 Bücher) und Belletristik (14.055 Bücher) mit vielen interessanten Titeln wurden besonders Neuerscheinungen stark nachgefragt und viel entliehen. Speziell für Jugendliche gibt es ein großes Angebot an Romanen, darunter auch viele Fantasy-Titel zu Serien.

Zu den sogenannten Non-Book-Medien gehören mehr als 13.000 Titel. Hierzu zählen Musik-CD, PC-Spiele wie Play-Station 2, Wii-Games sowie konventionelle Spiele. Ganz besonders viel entliehen wurden im vergangenen Jahr DVD‘s mit Spielfilmen und Fernsehserien, zu Reisen in fremde Länder und Hörbücher: bekannte Schauspieler lesen Romane oder Lebensberichte und verkürzen so eine lange Fahrt im Auto oder Zug.

Ganz neu ist der Bereich Lernwelt entstanden, der spezielle Arbeitsplätze den obligatorischen Schülerhilfen zu allen Unterrichtsfächern zugeordnet hat und zum gemeinsamen Lernen in der Bibliothek einlädt. Zur Ausleihe im Haus stehen Laptops zur Verfügung.

Thue-Bib-Net - Thüringer Online Bibliothek nennt sich das Angebot an 57.310 virtuellen Medien, die rund um die Uhr ausgeliehen werden können. Es stehen Romane, Jugendliteratur, Sachmedien, Ratgeber sowie Tageszeitungen wie die Thüringer Allgemeine, die Thüringische Landeszeitung, die FAZ und die Süddeutsche Zeitung zur Verfügung. Thüringenweit haben fast 44.000 Bibliotheksmitglieder dieses Forum im Jahr 2016 genutzt.

Außer der Ausleihe an Medien waren auch die vielfältigen Veranstaltungen, die die Stadtbibliothek im Laufe des Jahres angeboten hat, gut besucht. Mit insgesamt 346 Veranstaltungen und Bibliothekseinführungen (im Jahr 2015 waren es 328 Veranstaltungen) bot sie einen ganzen Reigen an unterschiedlichen Angeboten.

Insgesamt hat sich das Haus zu einem Kultur- und Begegnungszentrum der Stadt Gotha entwickelt. Viele Menschen besuchen die Bibliothek, um im Internet zu recherchieren. Die Wii-Station ist sehr stark von Kindern frequentiert. Beide Gruppen leihen aber nicht unbedingt Medien aus. Deshalb können Bibliotheken nicht mehr nur an den Ausleihzahlen gemessen werden.

Die Dienstleistung der Einrichtung besteht darin, dass sie für alle Bürger - unabhängig von Einkommen, Status, Alter, Geschlecht oder Herkunft - freien Zugang zu Information, Bildung und Kultur gewährleisten und Angebote der kulturellen Bildung vermitteln. Die Stadtbibliothek ist ein öffentlicher, nicht-kommerzieller, geschützter und inspirierender Ort der Begegnung für die Besucher. Die Bedeutung des Hauses als "Dritter Ort" wird weiter zunehmen. Gerade junge Menschen möchten ihren kommunikativen Austausch in virtuellen Welten mit realen Begegnungen ergänzen und wählen die Bibliothek dafür häufig als Begegnungsort.

Die Zusammensetzung des Medienbestandes verschiebt sich zunehmend von den physischen zu diversen digitalen Angeboten. Damit trägt die Stadtbibliothek der zunehmenden Digitalisierung vieler Bereiche unseres Alltags und der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung.

Mit den nichtkommerziellen, digitalen Angeboten stellen die Bibliotheken eine Alternative zu den im Internet agierenden Wirtschaftsunternehmen dar. Die Ausübung des im Grundgesetz verbrieften Grundrechts "sich allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten", wäre ohne die Stadtbibliothek in der digitalen Welt nicht gewährleistet. Ihr Medienbestand ist nach professionellen Kriterien unabhängig und objektiv ausgewählt und bildet das Spektrum der Meinungsvielfalt in der Gesellschaft ab.

Weiterhin bietet die Stadtbibliothek ein breites niederschwelliges Buch- und Medienangebot. Damit trägt sie zur Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen bei. Durch die regelmäßige Nutzung der Bibliothek von Kitas und Schulen ist sie zum externen Lernort der Einrichtungen geworden.

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