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30.08.2013, Gotha beim Wettbewerb "Historische Stadtkerne - integriert denken und handeln" ausgezeichnet

Residenzstadt erhält 12.000 Euro Preisgeld

Für die Programmkommunen des Förderprogramms Städtebaulicher Denkmalschutz wurde am 30. August 2012 durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der Wettbewerb "Historische Stadtkerne - integriert denken und handeln" ausgelobt. Da die Stadt Gotha bereits seit 1991 umfangreiche Fördermittel für die Sanierung ihrer historischen Altstadt aus diesem Programm erhält, war die Teilnahme eine Möglichkeit zu zeigen, was bisher erreicht wurde.

Anliegen des Wettbewerbs war es, die integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepte von Städten und Gemeinden als komplexe Planungsgrundlage speziell für die historisch wertvollen Innenstädte und deren Stabilisierung zu präsentieren. Dabei war es wichtig, den Zusammenhang zwischen sozialen, demographischen und ökonomischen Entwicklungen, speziellen Anforderungen an das Wohnen, den Verkehr  und die technische Infrastruktur sowie die kulturellen und öffentlichen Funktionen in der historischen Altstadt zu beleuchten. Eine besondere Herausforderung ist es, in baukulturell anspruchsvoller Bausubstanz auf Veränderungen und Umwandlungsprozesse zu reagieren. Auch Energie- und Klimaschutzbelange spielen hierbei inzwischen eine wichtige Rolle. Gerade bei historischen Gebäuden ist ein ausgewogenes Maß zwischen Energiesparmaßnahmen und Denkmal- und Stadtbildpflege zu finden.

Der Wettbewerbsbeitrag der Stadt Gotha, erarbeitet durch das Stadtplanungsamt mit großer Unterstützung des Sanierungsträgers Wohnstadt, Geschäftsstelle Weimar, wurde im März 2013 eingereicht und schildert die Ausgangssituation im Sanierungsgebiet Altstadt nach 1990. Die Dokumentation zeigt, dass mit Prioritätensetzungen, integrierten Planungen und Teilkonzepten eine  gezielte Entwicklung auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist. Dabei sind viele Akteure einzubinden, die Planungen zu kommunizieren und ständig fortzuschreiben. Gothas Innenstadt hat viele Potenziale. Sie ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Baudenkmalen, einen nahezu unveränderten Stadtgrundriss, eine gute Einbindung in das Netz des öffentlichen Verkehrs mit Bus und Straßenbahn, eine Versorgung mit Fernwärme, neu gestaltete öffentliche Freiräume, viel Grün in unmittelbarer Nähe. Das Nachnutzen leer stehender Gebäude, zum Teil für öffentliche Funktionen, zur Verbesserung der Infrastruktur für die Altstadtbewohner und das Bebauen von Lücken in der Altstadt zeigen den sorgsamen Umgang mit Grundstücksressourcen. All diese Maßnahmen  und die Bündelung der Randbedingungen zum Nutzen der Altstadt und ihrer Stabilisierung haben die Jury des Wettbewerbs vom Gothaer Beitrag überzeugt.

Im Rahmen des 21. Kongresses Städtebaulicher Denkmalschutz in Quedlinburg vom 27. - 28. August 2013 wurde die Stadt Gotha mit einem Preis geehrt, welcher mit 12.000 Euro dotiert war und durch den Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dr. Peter Ramsauer an Bürgermeister Klaus Schmitz-Gielsdorf übergeben wurde. Es beteiligten sich 75 Städte aus dem gesamten Bundesgebiet. Elf Städte wurden mit einem Preis geehrt, 13 Städte erhielten eine Anerkennung.

Hier die Laudatio zur Preisverleihung:
Die Altstadt von Gotha sollte zu Zeiten der DDR weitgehend überformt werden, was in weiten Teilen zu einem Verfall der Bausubstanz führte. Nach der Wende konnte ein großer Teil des Gebäudebestandes gerettet und wiederhergestellt werden. Heute ist die Altstadt wieder das Herz der Stadt. Im integrierten Stadtentwicklungskonzept wird das neue Bauen stark auf die Innenentwicklung konzentriert. Der Beitrag besticht durch den konsequenten raumordnerischen Ansatz. Das Votum der Jury war einhellig: Ein ausgezeichneter Beitrag im Wettbewerb "Historische Stadtkerne - integriert denken und handeln".


Weitere Informationen
www.integrierthandeln.de

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