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08.06.2017, Feuerordnung der Stadt Gotha von 1766 erworben - Wertvolles Dokument geht ins Stadtarchiv

Feuerordnung der Stadt Gotha von 1766

Feuerordnung der Stadt Gotha von 1766

Durch Bürger der Stadt Gotha ist Oberbürgermeister Knut Kreuch darauf aufmerksam gemacht worden, dass im Internet ein Dokument zur Stadtgeschichte aus dem Jahr 1766 zum Verkauf anstand. Nach Rücksprache mit dem Stadtarchiv Gotha war das Dokument dort nicht vorhanden und so gelang die Erwerbung der zweihunderteinundfünfzigjährigen Schrift für 66 €. Bei dem Dokument handelt es sich um

"E. hoch-edlen Rates der herzoglichen Residenzstadt Gotha wie die Bürgerschaft bei sich ereigneten Feuersfällen, welche Gott gnädig abwenden möchte, sich zu verhalten."

Gotha bey Christian Mevius, 1766.

Die vom Rat der Stadt unter Federführung der Bürgermeister Johann Wilhelm Madelung, Caspar Hermann Stieler, Ludwig Ernst Wilhelm Hessen und Johann Friedrich Freytag erarbeitete Feuerordnung nimmt Bezug auf die Landesgesetzgebung in Sachsen-Gotha von 1651, sowie von sachsen-Gotha-Altenburg von 1734 und 1737 und wurde am 5. November 1766 vom Landesherren genehmigt. Wie im Dokument zu lesen ist wurde bereits am 7. Februar 1698 vom Rat der Stadt eine erste Feuerordnung erlassen.

Was berichtet das Dokument?

Das am Rathaus auf dem Hauptmarkt eine Tragspritze, 93 lederne Eimer mit Ratswappen stationiert waren, ebenso im Spritzenhaus in der Fritzelsgasse eine große Schlangenspritze, eine neue Stadtspritze, eine Landspritze beide auf 4 Rädern, 4 Tragspritzen, 6 Ledereimer, 7 Wasserschaufeln, 15 Pechhaken, 12 Wasserzuber und 12 Feuerhaken stationiert waren.

Ein weiteres Spritzenhaus befand sich bei der Sankt Margarethenkirche, ein Feuerleiternhaus an der Mauer zwischen Gretengasse und Fritzelsgasse, eines an der Sankt Margarethenkirche, eines am Weizenbierbrauhaus, eines hinter dem Malzhaus.

Insgesamt listet das Buch 287 Namen von Bürgern und Handwerkern auf, die zum freiwilligen Dienst in der Brandwache und dem Feuerschutz verpflichtet waren, davon waren 27 Bürger als Spritzenmeister ausgebildet. Gotha hatte damals 12 offene Brunnen, 17 Pumpbrunnen und 10 Wasserröhren.


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