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Pressemitteilung - Detailansicht

19.04.2017, Die Grumbachschen Händel in Gotha

Im Eingangsbereich des einstigen Hospitalgebäudes im Brühl 4, finden historisch Interessierte ab sofort das "Grumbach-Panorama", eine Serie mit gemalten Szenenbildern und Fensterportraits der Gothaer Künstlerin Natalie Schmidt, die anlässlich des 450. Jahrestages der "Grumbachschen Händel", nach einer Idee von Oberbürgermeister Knut Kreuch, angefertigt wurden.

In die Geschichte Deutschlands eingegangen sind die "Grumbachschen Händel" als die letzte Raubritterfehde auf deutschen Boden. Seit dem 7. August 1495 herrschte in Deutschland der von Kaiser Maximilian I. verkündete Ewige Landfrieden, der durch die Kämpfe um Gotha von Weihnachten 1566, bis zur Kapitulation der Stadt am 14. April 1567 gebrochen worden ist.

Ausgangspunkt für den Krieg vor den Toren der Stadt war die Weigerung des Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen den vom Kaiser mit der Reichsacht belegten Ritter Wilhelm von Grumbach auszuliefern. Dieser Ritter und seine Soldaten, unterstützt vom Kanzler der ernestinischen Länder, Christian Brück, bestärkten den Herzog in seinem Wunsch, die seinem Vater abgenommene Würde eines Kurfürsten von Sachsen wiederzuerlangen. Nach monatelanger erfolgloser Belagerung, schritten die Bürger zur Tat, überfielen die Festung Grimmenstein, nahmen den Ritter von Grumbach gefangen und verhandelten die bedingungslose Kapitulation. Mit der kampflosen Übergabe der Stadt am 14. April 1567 durch die Bürger an die Truppen des Kaisers, fand dieser Wunsch ein jähes Ende.

Der Kaiser verfügte, dass Wilhelm von Grumbach und seine Anhänger hinzurichten sind und die Festung Grimmenstein mit dem Schloss Grimmenstein abzubrechen ist. Der Schauprozess fand am 18. April 1567 auf dem Gothaer Markt statt.

Die Gothaer Künstlerin Natali Schmidt hat für das "Grumbach-Panorama" Szenen der Grumbachschen Händel von 1567 und Bildnisse der Akteure gezeichnet, so eine Suppenküche auf dem Buttermarkt am 8. März, den Sturm auf die Kornhäuser der Stadt am 31. März, die Hinrichtung auf dem Hauptmarkt am 18. April  und den Wiederaufbau eines neuen Rathauses am 22. Juli. In jenem Jahr 1567 lagen die Vernichtung der Stadt und das selbstbewusste Eintreten der Bürger für ihr Gotha ganz dicht beieinander.

Das Grumbach-Panorama ist Dank der Förderung der "Dr. Edgar und Ingrid Jannott" Stiftung sowie der Stadt Gotha entstanden und wurde vom Druckmedienzentrum Gotha produziert.

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