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Pressemitteilung - Detailansicht

22.08.2017, Bewegte Tage in der Stadtbibliothek

Fröhliches Kinderlachen ertönt schon frühmorgens aus den geöffneten Fenstern der Stadtbibliothek, denn oben in der Kinderwelt sind die ersten kleinen Gäste zugegen – Grundschulklassen oder Kindergartengruppen, denen die Leseförderung gerade mal wieder besonders Spaß macht. Sei es Bilderbuchkino oder das japanische Schoßtheater Kamishibai, seien es musikalische Klangreisen oder spannende Ritterspiele, sei es frühmorgens zur Schmökerstunde oder in der Dämmerung zum Leseabend – hier ist immer etwas los! Neunzehn dieser Angebote wurden allein im Januar dieses Jahres genutzt – also an praktisch jedem Öffnungstag gibt es hier was.
Und manchmal ist auch "dort" was los. Denn schmökern kann man mitunter auch woanders. Dies beweist die Veranstaltungsreihe "Lesen an ungewöhnlichen Orten", welche ihre kleine Leserschaft schon in den Tierpark, zur Feuerwehr, ins Kunstforum und sogar in eine Gefängniszelle der Polizei lockte.

Wer so gern und regelmäßig zum Schmökern kommt wie die Kinder in und um Gotha, der wird auch belohnt. Besonders spannend war das, als ein echter Detektiv namens Alex mit seiner kompletten Kriminalausrüstung zu Besuch war. Handschellen anlegen inbegriffen. Oder der Vorlesewettbewerb im Februar, bei dem man sich für sein Talent Anerkennung holen kann und das Projekt "Leseratte" im Sommer. Das motiviert!

Doch nicht nur die Jüngsten gehen hier ein und aus. Auch die Senioren sind treue Kunden. Sie lauschen neugierig zu spannenden Themen in der Seniorenakademie, besuchen das Kreative Schreiben oder plaudern im Erzählcafé. Sie leihen eifrig aus. Und viele von ihnen sind als ehrenamtliche Helfer eine wichtige Stütze für die Bibliothek.

Doch wie steht es mit der Generation der "lesefernen Jugendlichen" zwischen 14 und 25 Jahren? Auch die geben sich im Haus die Ehre. Vielleicht nicht zur klassischen Lesestunde. Aber sie begreifen die Stadtbibliothek als soziokulturelles Zentrum für sich. Sie arbeiten im Projekt "Literatur und Zeitgeschichte", interviewen Wende-Zeitzeugen, veranstalten Poetry Slams oder schnuppern in Arbeitsstationen hinein. Sogar abends treffen sie sich noch hier, um im Format "Wortraum", einem kreativen Literaturtreff, ihre Stories oder Raptexte einander vorzulesen. Interessierte Gäste sind gern gesehen. Mit den jeweils aktuellen Stadtschreibern oder Dichterin Sigrid Damm tauschte man sich schon aus. Auch mit Senioren. Doch immer mehr Jugendliche kommen nutzen die Stadtbibliothek als Treffpunk oder zum gemeinsamen Spielen wie z. B. an der Wii-Station. Oder sie gehen mit ihren Pokemon-Karten zum Duell-Treff. Dieser wird von Felix Vogel, der sich im Bundesfreiwilligendienst befindet, betreut. Die Jugendlichen fahren mit zur Buchmesse und Comic Con nach Leipzig. Auch das ist heute Bibliotheksarbeit.

Und Bibliothek ist auch kompetente Hilfe in bestimmten Lebenslagen. Als Neubürger zum Beispiel in der Abteilung "Angekommen in Deutschland". Oder als Schüler oder Azubi in der neugeschaffenen Lernwelt zur gezielten Hausaufgabenhilfe, zum Studieren - alle möglichen Lern- und Studienhilfen stehen in Reichweite im Regal bereit.
Oder Prävention. Zum Beispiel Schülerseminare des Bildungskoordinators Ronny Lehmann im Hanns-Cibulka-Saal. Für Vor- und Grundschulalter ist das Angebot "Pass auf dich auf!" gut geeignet. Den höheren Klassen kann das Modul "Cybermobbing... ist nicht cool!" nutzen. Mit Bookslams kann außerschulische Unterstützung für den Deutschunterricht geleistet werden. Und mit thematischen Leseabenden oder Bibliotheksrallyes kommt auch der Spaß nicht zu kurz.

Überhaupt ist der Hanns-Cibulka-Saal Dreh- und Angelpunkt für vielfältige Angebotsstrukturen. Hier hielten im Februar die bekannten Autoren Bernhard Aichner und Sigrid Damm Lesungen. Im April eröffnete mit einer frechen Rap-Vernissage die Photographie-Ausstellung des Gothaer Künstlers Sebastian Iffarth. Mittelalterbardin Klara vom Querenberg verzauberte hier zur Kulturnacht im Juni fast 300 Gäste. Hier tagen sowohl die Seniorenakademie als auch die Kinderuni. Und nicht zuletzt das Kinder- und Jugendforum der Stadt Gotha hält hier seine Sitzungen ab.

Dass man neue Wege gehen und Dinge gut vernetzen kann, wird auch die Zukunft zeigen. Digitalisierung, Gaming und Virtual Reality werden große Themen werden. Intergenerative Begegnungen ebenso. Gemeinsam mit Senioren, Jugendlichen, Künstlern und dem Städtischen Graffiti-Präventionsprojekt wird zum Abschluss des Reformationsjahres mit Spraydosen ein riesiges Lutherportrait entstehen. Es soll dann im Torbogen prangen und neugierige Gäste anlocken. Das ist momentan gar nicht so einfach. Seit Mai macht eine Baustelle mit ständig wechselnder Verkehrsführung den möglichen Gästen noch das Leben schwer.

Ein Medienflohmarkt wird im Oktober Bücherfreunde aus nah und fern anlocken. Und dann wirft schon das große Bibliotheksfest im November seine Schatten voraus: in einer Podiumsdiskussion werden Schüler Zeitzeugen der Wendezeit nach ihren Erfahrungen befragen. Es wird einen PoetrySlam-Workshop geben und für die Kinder ist Märchenerzähler Andreas vom Rothenbart vor Ort. Felix Vogel wird einen Vortrag für junge Autoren halten und sein neues Buch vorstellen. Besagtes Lutherportrait wird man für einen guten Zweck an diesem Tag ersteigern können. Und krönender Abschluss dieses Festes wird die Austragung des 2. Gothaer Science Slams sein.

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