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Pressemitteilung - Detailansicht

20.09.2017, Antwort des Oberbürgermeister auf die Anfrage der CDU-Fraktion Nr. 0028/17 zur SR-Sitzung am 20.09.2017

- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte, sehr geehrter Herr Fliedner,

Ihre Anfrage zu 1.a) möchte ich wie folgt beantworten:
Zu dieser Anfrage hat uns die dafür zuständige Kassenärztliche Vereinigung Thüringen mitgeteilt, dass keine getrennte Bedarfsplanung für die Stadt Gotha erstellt wird und somit keine konkrete Aussage dazu möglich ist. In der Stadt Gotha seien jedoch insgesamt 38 Hausärzte und 78 Fachärzte niedergelassen. Nach Aussage der Hausärzte gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen sehen diese ein weiteres Engagement der Kassenärztlichen Vereinigung für nicht notwendig an. Hinsichtlich der Fachärzte sieht die Kassenärztliche Vereinigung auch keinen Handlungsbedarf.

Ihre Anfrage zu 1.b) möchte ich wie folgt beantworten:
Nach einer entsprechenden Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen beträgt das durchschnittliche Alter bei den Hausärzten 54 Jahre, bei den Fachärzten 52 Jahre. Angesichts der Tatsache, dass noch viele verdiente ältere Gothaer Ärztinnen und Ärzte stundenweise arbeiten und diese in die Statistik mit einfließen, ist nach unseren Berechnungen der tatsächliche Altersdurchschnitt um mindestens 2 Jahre jünger anzusetzen. Berücksichtigt man auch noch die lange Facharztausbildung kann derzeit von einer sich verbesserten Altersstruktur gesprochen werden.

Ihre Anfrage zu 2.a) möchte ich wie folgt beantworten:
Eine aktuell vorhandene ärztliche Unterversorgung in Gotha kann ich aus oben genannten Gründen nicht erkennen, im Übrigen haben gemäß § 75 Abs. 1 SGB V die kassenärztlichen Vereinigungen die vertragsärztliche Versorgung sicherzustellen und die Gewähr dafür zu übernehmen, dass die vertragsärztliche Versorgung den gesetzlichen und den vertraglichen Erfordernissen entspricht.
Das bedeutet, dass in erster Linie nicht die Stadt Gotha zuständig ist. Auch die kassenärztliche Vereinigung Thüringen alleine kann die Ärzteversorgung in Thüringen nicht stemmen, vielmehr bedarf es flankierender Maßnahmen der Bundes- und Landespolitik.
Was die Stadt Gotha angeht, so kann ich Ihnen versichern, dass wir in regelmäßigem Kontakt mit der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen stehen und versuchen uns gegenseitig zu helfen. Dies bedeutet konkret, dass wir nur an den "weichen" Faktoren mithelfen können, z.B. durch Zurverfügungstellung von geeigneten Praxisräumen, durch Vermittlung von Wohnungen oder Grundstücken und Häusern, sowie durch Unterbringung von Kindern der Ärzte in unseren Kindergärten und Schulen. Gleiches gilt für die Unterstützung beim Bau von Arztpraxen etc. Darüber hinaus bemühen wir uns auch mit den Stipendiaten in Kontakt zu kommen, die ein Stipendium von der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen bekommen haben und sich verpflichtet haben nach Ausbildungsende mindestens 5 Jahre in Thüringen zu bleiben. Wir treten auch in Kontakt mit Gothaerinnen und Gothaern, die gerade Medizin studieren.

Ihre Anfrage zu 2.b) entnehmen Sie bitte der Antwort zu 2.a).

Zunächst möchte ich auf meine oben gemachten Ausführungen verweisen und zusätzlich darauf hinweisen, dass wir auch festgestellt haben, dass sich in letzter Zeit sowohl einige Allgemeinmediziner als auch Fachärzte in Gotha niedergelassen haben, teilweise auch mit Übernahme bestehender Arztpraxen.

Fazit:
In den letzten Jahren haben sich in Gotha eine Vielzahl von Ärzten neu angesiedelt, Praxen wurden wieder belegt und neue junge Ärzte im direkten Dialog angeworben. Wir veranstalten keine "Runden Tische zur Ärzteversorgung" sondern handeln konkret mit unseren Partnern. Das bedeutet, dass die Stadt Gotha in den letzten Jahren an der Eröffnung von zehn Praxen direkt beteiligt war u.a., auch in enger Partnerschaft mit den HELIOS Kliniken Gotha wurde z.B. die Innungshalle zur Tagesklinik umgewandelt.

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