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Pressemitteilung - Detailansicht

07.06.2017, 22. Fortschreibung der Kindertageseinrichtungskonzeption vom 07.12.1994 (Planungszeitraum 01.08.2017 – 31.07.2018)

Rede der Beigeordneten Marlies Mikolajczak in der Stadtratssitzung am 07.06.2017 zur Einbringung der Beschlussvorlage B 359/17

Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,

die 22. Kindertageseinrichtungskonzeption ist, wie die vorherigen auch, ein wichtiges Planungsinstrument für die Stadt Gotha, die als Wohnsitzgemeinde bedarfsgerecht Betreuungsplätze für Kinder im Alter von 0 bis 6,5 Jahren und das dafür benötigte Fachpersonal vorzuhalten hat.

Die diesjährige Fortschreibung bezieht sich auf das KITA-Jahr vom 01.08.2017 bis 31.07.2018. Der Ausbau von Betreuungsplätzen stellt, wie im letzten Jahr bereits formuliert, hierbei den wesentlichen Schwerpunkt dar.

In 2016 wurde bereits mit kleinteiligen Maßnahmen begonnen. Diese wurden und werden in 2017 abgeschlossen:

Wichteldörfchen
Erweiterung um 11 Betreuungsplätze
Kosten: 250 T€, hiervon 125 T€ durch Ausreichung von Fördermitteln der Stadt Gotha an den Träger der Kita Thepra

August-Köhler-Kinderhaus
Erweiterung um 16 Betreuungsplätze
Kosten: 150T€ Bau + 15T€ Ausstattung

Johanniter Unfallhilfe
Erweiterung um 24 Betreuungsplätze
Kosten: 110T€ Bau + 29T€ Ausstattung

Erforderlich machen sich diese Maßnahmen aufgrund höherer Kinderzahlen, die im Stadtgebiet Gotha zu verzeichnen sind. Zum einen sind diese begründet in einer sehr stabilen Entwicklung von mindestens 400 Geburten pro Jahr und darüber hinaus in dem Anstieg der hier wohnhaften Kinder und Familien, welche durch Wegzug vom Land, durch Wanderungsbewegungen innerhalb von Thüringen oder auch durch die Zunahme an Flüchtlingsfamilien ihren Wohnsitz in Gotha suchen.

Hintergrundinfo - In 2017 werden beispielsweise 57 nicht europäisch stammende Kinder in unseren Kitas betreut, in 2016 waren es 26.

Schaut man sich die in Gotha wohnhaften und prognostiziert wohnhaften Kinder für das Stadtgebiet an, so werden die Betreuungsplätze mit den bereits begonnenen kleinteiligen Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung nicht ausreichen.

Der Versorgungsgrad für Kinder im Krippenalter (0 bis 2 Jahre) wird um 2 % auf 26 % sinken. Deutlichere Änderungen werden für den Kindergartenbereich (2 bis 6,5 Jahre) prognostiziert, hier wird der Versorgungsgrad im Vergleich zur letzten Prognose um ca. 6% auf 79% sinken.
Des Weiteren ist damit zu rechnen, dass aufgrund von Gesetzesänderungen auf Landesebene, mit der Einführung eines beitragsfreien KITA-Jahres, zusätzliche Bedarfe an Betreuungsplätzen entstehen werden.

Die derzeit bei den freien Trägern und städtischen Kindertageseinrichtungen erteilten Ausnahmegenehmigungen für 25 Plätze wurden nur zeitlich begrenzt genehmigt. Sie sind aufgrund der Bedarfssituation in dauerhafte Plätze zu überführen. Weiterhin ist der nicht absehbare Bedarf für inklusiv zu betreuende Kinder zusätzlich vorzuhalten.

All die vorgenannten Gründe und Veränderungen haben dazu geführt, sich intensiv mit einer großteiligen Maßnahme zur Erweiterung von Betreuungsplätzen zu beschäftigen. Hierzu haben die zuständigen Ämter der Stadtverwaltung bereits erste Schritte zum Bau einer neuen Einrichtung überprüft. Es werden derzeit bereits Flächen in Gotha-West analysiert, auf der eine KITA mit ca. 100 Betreuungsplätzen entstehen kann. Die Kosten für den Neubau einer KITA in dieser Größenordnung liegen bei ca. 2,2 Millionen Euro. Dieses Projekt wird weiter bearbeitet und zu gegebener Zeit dem Stadtrat ein Investitionsbeschluss vorgelegt. Es ist beabsichtigt, dafür Fördermittel im Rahmen des neu aufgelegten Investitionsprogramms Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 - 2020 über den Landkreis Gotha zu akquirieren. Sollte dies alles positiv verlaufen, könnten erste Planungsleistungen bereits in 2018 und der Neubau in 2019 realisiert werden.

Die Kindertageseinrichtungskonzeption wurde den KITA-Leitern, den freien Trägern sowie dem Stadt-Elternbeirat vorgestellt.

Ich bitte um Ihre Zustimmung.

Marlies Mikolajczak
Beigeordnete

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