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Gotha als Zentrum von Aufklärung, Kunst und Wissenschaft

Gotha nach Abtragung der Stadtbefestigung, um 1850
Gotha nach Abtragung der Stadtbefestigung, um 1850

Mit der 1640 erfolgten ernestinischen Landesteilung wurde Gotha zur Residenzstadt des neu entstandenen Herzogtums Sachsen-Gotha. Herzog Ernst I. (1601 - 1675), genannt der Fromme, trat ein schweres Erbe an. Er widmete sich umgehend dem Wiederaufbau des durch den Dreißigjährigen Krieg verwüsteten Landes und seiner 1646 durch einen erneuten Stadtbrand verwüsteten Residenzstadt. Von 1643 bis 1654 ließ er anstelle der Ruinen des Grimmensteins das Schloss Friedenstein, die größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands, erbauen. Seit 1647 beherbergt es die Bibliothek (heutige Forschungs- und Landesbibliothek Gotha) und die Kunstkammer des Herzogs, die den Grundstock für die Friedensteinschen Kunstsammlungen darstellt, die heute im Schlossmuseum bewundert werden können.

Unter Ernsts Nachfolgern waren es vor allem die Herzogin Louise Dorothée (1710 - 1767) und deren Sohn Ernst II. (1745 - 1804), die Gotha in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts den Ideen der Aufklärung öffneten. Wissenschaft und Kunst standen unter Ernst II. in voller Blüte. Das 1775 unter dem Schauspieler Conrad Ekhof (1720 - 1778) gegründete Gothaer Hoftheater war das deutschlandweit erste mit fest angestellten Schauspielern. Das inzwischen nach ihm benannte Ekhoftheater ist europaweit das älteste Barocktheater mit fast vollständig erhaltener historischer Bühnentechnik aus dem Jahre 1681. Während des Ekhof-Sommerfestivals in den alljährlich Aufführungen von Stücken aus der Ekhof-Zeit statt.

Die neuen Ideen spiegelten sich auch im Gothaer Stadtbild wider. Nach der Abtragung der Schloss- und Stadtbefestigungsanlagen entstanden der im englischen Stil gestaltete Schlosspark und die breite Straßenführung um die Altstadt. Trotz des starren Zunftzwangs, der dem Handwerk Fesseln anlegte, begann sich auch im Gothaer Bürgertum der Geist der Aufklärung zu regen.
Herausragendes Beispiel des 18. Jahrhunderts war die Gründung der späteren weltberühmten Geographischen Anstalt durch den Verleger Justus Perthes (1749 - 1816) im Jahre 1785. Neben Karten und Atlanten erschienen hier bis 1944 die "Gothaer genealogischen Taschenbücher", die als "Der Gotha" bis heute europaweit bekannt sind.

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