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Gotha als Versicherungs-, Industrie und Kongressstadt

Vereinigungskongress der Lassalleaner und Eisenacher, 1875
Vereinigungskongress der Lassalleaner und Eisenacher, 1875

Herausragende Gothaer Persönlichkeit des frühen 19. Jahrhunderts war der Kaufmann Ernst Wilhelm Arnoldi (1778 - 1841), der neben seiner eigenen geschäftlichen Tätigkeit gemeinnützige Unternehmungen für die Stadt ins Leben rief. Deutschlandweite Verdienste erwarb er sich durch seine 1820 und 1827 als "Nationalanstalten" gegründeten Versicherungsunternehmungen, mit denen er die bisherige Monopolstellung der englischen Versicherungsgesellschaften durchbrach. Arnoldis Lebenswerk wirbt noch heute mit dem Namen seiner Gründungsstadt Gotha.

Nachdem 1825 das Haus Gotha-Altenburg ausgestorben war, entstand 1826 das neue Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. Damit setzte in Gotha endlich eine emsige Reformtätigkeit ein, in deren Ergebnis Gotha eine moderne Stadtverfassung erhielt. Besonders das Handwerk konnte sich nun ungehindert entwickeln. Aus kleinen Manufakturen wurden zum Teil bedeutende Industriebetriebe. Gothaer Karussells, Pianos, Porzellan, Wurst und später auch Turbinen, Straßen- und Eisenbahnwaggons waren deutschland- und sogar weltweit bekannt und beliebt.
Unter der liberalen Regierung von Herzog Ernst II. (1818 - 1893) wurde die kleine thüringische Residenzstadt zu einer Zufluchtsstätte für politisch Verfolgte. Auch der Schriftsteller und Journalist Gustav Freytag (1816 - 1895) fand hier eine neue Heimstatt und Wirkungsstätte. Bereits zehn Jahre vor der Reichsgründung schlossen sich 1861 die deutschen Schützen in Gotha zum Deutschen Schützenbund zusammen. Im Jahre 1875 schlug im Kaltwasser’schen Saal - der heutigen Gedenkstätte Gothaer Tivoli - mit dem Zusammenschluss der Lassalleaner und Eisenacher die Geburtsstunde der deutschen Sozialdemokratie.

In der so genannten Gründerzeit wurde Gotha bedeutend erweitert. Das Stadtbild wurde durch zahlreiche repräsentative Bauten bereichert. Der Krahn- und der Seeberg vor den Toren Gothas wurden durch gezielte Aufforstung als Erholungslandschaften für die Bevölkerung erschlossen. Das 1879 vollendete Herzogliche Museum (heutiges Museum der Natur) war einer der ersten Museumszweckbauten in Deutschland. Auf dem heutigen Hauptfriedhof entstand 1878 die erste deutsche Feuerbestattungsanlage, wo sich 1914 die österreichische Pazifistin und Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner einäschern ließ.

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