Pressemitteilung - Kultur

Freitag, den 10.09.2010
 
 
 
 
 

Pressemitteilung - Kultur


05.03.10 11:25 Alter: 189 days

05.03.10, Lars Brandt liest im Gothaer Tivoli

Lars Brandt liest im Gothaer Tivoli

Das Jahr 2010 ist geprägt von Erinnerungen an die vielen Ereignisse der Jahre 1989 und 1990 von den ersten Demonstrationen bis zur Vollendung der deutschen Einheit. Der Besuch Willy Brandts am 27. Januar 1990 in Gotha wird für viele Gothaer unvergessen bleiben. Einer, der den Aufstieg Willy Brandts aus nächster Nähe miterlebte, ist sein Sohn Lars Brandt. Über das Verhältnis zu seinem berühmten Vater schrieb er das von Kritikern viel gelobte Buch Andenken.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gotha lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Lesung mit Lars Brandt aus dessen Buch Andenken am Mittwoch, den 24. März 2010 um 19.00 Uhr in den historischen Saal der Gedenkstätte Gothaer Tivoli, Am Tivoli 3 ein. Im Anschluss sind alle Interessierten eingeladen mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Alle Werke des Autors können vor Ort erworben werden.

Lars Brandt wurde 1951 als zweiter Sohn des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Willy Brandt und dessen Frau Rut geboren. Er studierte Politologie, Soziologie, Philosophie und arbeitet als freier Künstler, Autor und Filmemacher "an der Schnittstelle von Bild und Wort".
Sein Buch Andenken ist eine Geschichte zwischen Vater und Sohn, zwischen Politik und Privatleben, zwischen Zuneigung und Distanz: Lars Brandt zeichnet das Porträt seines Vaters Willy Brandt, und er erzählt zugleich von einer zutiefst persönlichen Beziehung.
Alle glauben, Willy Brandt zu kennen. Er war die Identifikationsfigur einer ganzen Generation. Jeder hat sein eigenes Bild vom Bundeskanzler und SPD-Vorsitzenden. Lars Brandt aber erzählt, was er in seinem Vater sieht: "Hätte man diesen Menschen von seinen Widersprüchen befreien wollen, wäre wenig von ihm übrig geblieben."
Unverwechselbar, persönlich und von großer Zuneigung getragen ist dieses Buch, das sich von allem unterscheidet, was über Willy Brandt geschrieben wurde. Hier geht es nicht um Politik oder Biographie, sondern um das Verhältnis zwischen Vater und Sohn.

Ausgehend von einzelnen Momenten - Kindheitserinnerungen an das Berlin des Bürgermeisters Brandt, das gemeinsame Angeln, die Atmosphäre in der Kanzlervilla in Bonn bis hin zum letzten Besuch am Krankenbett - beschreibt der Autor ein Terrain, das nur er allein kennt. Absurdes wird nicht ausgespart, aber nichts wird zur Anekdote vereinfacht, wenn Willy Brandt Fischsuppe für Herbert Wehner kocht oder der Sohn des rumänischen Diktators auf Staatsbesuch damit angibt, wie viele Bären er gerade erlegt hat.
Man folgt Lars Brandt und zuweilen vergisst man, wie berühmt dieser Vater gewesen ist, den man hier in seinen privatesten Augenblicken sieht. In seinem persönlichen Andenken, mit genauer, knapper und einfühlsamer Sprache erzählt, zeigt Lars Brandt den widersprüchlichen Menschen, der eine so ungeheure Überzeugungskraft besaß.




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